Nachrichten aus dem Bereich Soziales
Kinderhorizonte bittet um Hilfe
Hiobsbotschaften kommen immer unerwartet und treffen hart. Besonders hart getroffen hat das Kinderhilfsprojekt GAC die Botschaft, dass die Stadt Belo Horizonte den monatlichen Essensgeldzuschuss von 700,00 Euro ersatzlos gestrichen hat. Siebenhundert Euro, die den 200 betreuten Favelakindern zumindest an fünf Tagen in der Woche das Sattwerden gesichert haben und die nun nicht mehr zur Verfügung stehen! Einfach so. Zur Begründung heißt es, dass neue Projekte gefördert werden sollen. Das ist zwar löblich und sicher gut fürs städtische Image, weil natürlich nur die neuen Projekte bekannt gemacht werden und dabei verschwiegen wird, dass die bestehenden und gut funktionierenden Institutionen durch die Streichung der Gelder zum Sterben verurteilt sind, wenn nicht ein Wunder geschieht.
Kinderhorizonte e.V. hat aus den Rücklagen für die kommenden Monate, die eigentlich für den laufenden Betrieb der GAC-Tagesstätten, für dringend erforderliche Baumaßnahmen sowie für die psychologische Betreuung besonders auffälliger Kinder gedacht war, einen Monatsbeitrag für Essen abgezwackt und an GAC überwiesen. Ganz übernehmen kann der Verein diesen Essensgeldzuschuss nicht, da dafür die Einnahmen nicht ausreichen und das vorhandene kleine Polster schnell aufgebraucht wäre. Der kontinuierliche Betrieb bei GAC wäre nicht mehr gewährleistet. Es muss gespart werden. Aber wo soll man sparen, wenn man sowieso von der Hand in den Mund lebt? Die finanzielle Misere wird vermutlich dazu führen, dass mindestens eine Erzieherin entlassen werden muss, was ebenfalls katastrophal wäre, da jede helfende Hand gebraucht wird und die Personaldecke jetzt schon sehr dünn ist. Bei 200 Kindern aus überwiegend schwierigen familiären Verhältnissen wäre der Wegfall auch nur einer Erzieherin dramatisch.
Kinderhorizonte e.V. bittet dringend um Hilfe!
Gebraucht werden nicht nur Geldspenden sondern auch Ideen und Sponsorenvermittlung.
Wer gerne helfen möchte:
Kinderhorizonte e.V.
Konto Nr. 00 300 25 709
Wiesbadener Volksbank eG, BLZ 510 900 00
Wer uns bei der Werbung unterstützen möchte, findet unter der Rubrik „Werbung für GAC“ den neuen – von unserer Praktikantin Saskia unentgeltlich gestalteten – Flyer zum Herunterladen und Ausdrucken auf der Homepage http://www.Kinderhorizonte.org.
Monika Trog
Kinderhorizonte e.V.
Eigentlich ist es unueblich das gut funktionierende Projekte einfach so fallen gelassen werden.
Habt ihr denn schon mal in dem Gesetzesbuch "ECA- Estatuto da Crianca e do Adolescente" oder "Constituicao Federal" nachgeschaut? Dort steht unter anderem ueber die Rechte von unterstuetzungsbeduerftigen Kindern geschrieben.
Wird GAC vor Ort in BH von professionallen Sozialarbeitern unterstuetzt? Diese sollten bei der Prefeitura vorsprechen und bei den politischen Funktionaeren.
PS: wie schaut es aus mit privaten Sponsoren in BH? In Rio werden viele Projekte z.B. von Extra, Sendas oder auch dem Lions Club gesponsert
gruß paoamerelo
Mehr oder weniger aus Anstand besuchte ich einen User dieses Forums, den ich zuvor nur virtuell kannte, aber der auf ähnlicher Wellenlänge stand. Kein „supergringo“, er lebt und arbeitet dort unten, ist mit einer hübschen, klugen Brasilianerin verheiratet und hat zwei süße Kinder.
Eines Samstags morgens fragte er mich, ob wir mal versuchen wollten, Einlass in die größte Favela der Stadt zu finden. Er wohnt ihn einem angesehenen Viertel, die Armensiedlung liegt nur wenige Hundert Meter von seinem Apartment entfernt. Das hatte er schon lange im Kopf, er gab sich aber erst jetzt den Rappel, weil er wusste, dass ich ebenso neugierig bin, wie er.
Reine Sensationslust also.
Wir kamen rein (die genaue Story ist zig mal im Internet veröffentlicht) und trafen über den „Presidente“, quasi den (gewählten) Bürgermeister des Viertels, sofort auf GAC.
Ich stehe Hilfsprojekten normalerweise skeptisch gegenüber. Verwaltungskosten, Werbung, Bürokratie. Nach dem Tsunami dauerte es z.T. über ein Jahr, bis die enormen Spendengelder auch in Hilfe umgesetzt wurden.
Hier, bei Kinderhorizonte, wird direkt, unmittelbar geholfen. Verwaltungsgebühren werden von den Vereinsmitgliedern übernommen, EUR 10 vom Spender sind EUR 10 für das Projekt (= für die Tagesstätten/Familien/Kinder). Die Hilfe ist keine Schadensbegrenzung, sondern vor allem eine Investition in und für die Zukunft. Niemand will 13-jährige Buben mit Schießgewehren und keiner wünscht sich, dass die Tochter mit 14 auf dem Straßenstrich steht.
Ich selbst habe ein Patenkind und gebe neben den EUR 10 noch EUR 20 pro Monat dazu. An Weihnachten und am Geburtstag hilft mir der Gründer dieses Projekts, um der Familie meines Patenkinds kleine, bescheidene Extrageschenke zu kommen zu lassen.
Wer Ressourcen hat, sinnvoll
helfen will und kann, der prüfe bitte, ob er nicht diesem tollen Projekt Unterstützung leisten will, gerade jetzt -> [URL="http://brasil-web.de/forum/redirector.php?url=http%3A%2F%2Fwww.kinderhorizonte.de%2F"]www.kinderhorizonte.de[/URL]