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Chronik

Die Unabhängigkeit Brasiliens

  • 1822 (1. August): Nachdem die Cortes in Portugal die koloniale Herrschaft in Brasilien wieder zu errichten trachten und Dom Pedro zur Rückkehr nach Lissabon zwingen wollen, proklamiert dieser die weitgehende Autonomie der Kolonie.
  • 1822 (7. September): Dom Pedro erklärt am Flüsschen Ipiranga bei São Paulo die Unabhängigkeit Brasiliens (grito do Ipiranga).
  • 1822 (12. Oktober): Dom Pedro wird zum Kaiser Brasiliens ausgerufen (Pedro I.; Krönung am 1. Dezember in Rio de Janeiro).
  • 1824 (25. März): Brasilien erhält eine liberale Verfassung und wird konstitutionelle Monarchie.
  • 1826: Nach dem Tod König Johanns VI. (João VI.) in Portugal, kehrt Dom Pedro I. nach Lissabon zurück, tritt dort als Peter IV. (Pedro IV.) das Erbe seines Vaters an (10. März), wird aber schon am 5. Mai zur Abdankung gezwungen.
  • 1831 (7. April): Dom Pedro I. (in Portugal: Pedro IV.) verzichtet auf die brasilianische Kaiserwürde und dankt zu Gunsten seines Sohnes Pedro II. (* 1826, † 1891) ab.
  • 1840 (23. Oktober): Nach seiner Volljährigkeit übernimmt Dom Pedro II. die Regierungsgeschäfte.
  • 1888 (13. Mai): Während eines Aufenthaltes Pedro II. in Europa, verfügt die Regentin, Kronprinzessin Isabel die Aufhebung der Sklaverei. Die bis dahin der Krone treuen Großgrundbesitzer, Pflanzer und Militärs schließen sich darauf den Republikanern an.
  • 1889 (15. November): Sturz der Monarchie und Ausrufung der Republik. Pedro II. und seine Familie verlassen das Land. Manuel Deodora da Fonseca (* 1827; † 1892) wird erster Präsident.
  • 1891 (24. Februar): Brasilien erhält eine neue Verfassung auf föderativer Grundlage, die den 20 bestehenden Bundesstaaten weitgehende Selbstständigkeit zugesteht.
  • 1891 (24. November): Marschall Floriano Peixoto (* 1841; † 1895) wird zum ersten verfassungsmäßigen Präsidenten gewählt.

 

 

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