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Das vorkoloniale Brasilien

Die ältesten Spuren menschlichen Lebens wurden in Höhlen im Bundesstaat Piauí gefunden. Die Paläo-Indianer erreichten die Südspitze Amerikas wahrscheinlich um 10.000 v. Chr.. Skelettfunde belegen, dass die Küstengebiete des heutigen Brasilien um circa 8.000 v. Chr. bewohnt waren.

 

Traditionell wird vertreten, dass die ökologischen Bedingungen im Amazonasbecken das Aufkommen von bevölkerungsstarken Hochkulturen wie im Andenraum nicht zuliessen und man deshalb von einer dünnen Bevölkerung aus nomadischen oder halbnomadischen Gruppen von Jägern und Fischern ausgehen muss, die in geringem Umfang auch Ackerbau trieben.

 

Neuere Forscher haben die Hypothese aufgestellt, dass die Aktivitäten der einheimischen Völker vor der Kolonialisierung weit über das bisher angenommene Ausmaß hinausgingen. Demnach hätten die Ureinwohner durch systematische Anpflanzung und Verbreitung von Pflanzenarten sowie Bodenverbeserung das Ökosystem des Amazonasbeckens erst geschaffen. Auch ihre Ansiedlungen -etwa auf der riesigen Flussinsel Marajó- seien demnach weit größer gewesen als bisher angenommen.
 

 

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