Geschichte
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Besiedelung
König Johann III. teilt die brasilianische Küste in 15 Zonen, Capitanías Hereditarias, ein und vergibt diese an Adlige und Personen aus dem Mittelstand. Zur wirtschaftlichen Entwicklung setzt man vor allem auf den Anbau von Zuckerrohr, da Zucker zu jener Zeit ein teures Gut war. Um Arbeitskräfte für die Plantagen zu bekommen, werden Indianer im näheren Hinterland eingefangen.
Nicht alle der Siedler, die von Portugal nach Brasilien kamen, waren Freiwillige: Das portugiesische Gesetzbuch kannte zu jener Zeit 200 Vergehen, die mit Verbannung geahndet wurden. Außerdem ließ die Kolonialmacht Einwanderer aus allen Ländern zu, die einzige Voraussetzung war, dass sie dem katholischen Glauben angehörten.
Da viele der Indianer auf den Plantagen Selbstmord begehen oder an europäischen Krankheiten sterben, werden 1538 die ersten afrikanischen Sklaven importiert. Um 1600 ist Brasilien der größte Zuckerproduzent der Welt. Wenige Jahre später ist der Dreieckshandel in vollem Schwung: Manufakturprodukte werden in Afrika gegen Sklaven verkauft, die Sklaven werden in Süd- und Nordamerika gegen Edelmetalle, Zucker und Gewürze eingetauscht und diese werden nach Europa gebracht.







