Geschichte
Geschichte
- Geschichte
- Die Zeit der Entdeckungen
- Besiedelung
- Kolonialisierung und Erschließung
- Periode des Königreichs
- Unabhängigkeit
- Erstes Kaiserreich
- Aufstände im Norden und Süden
- Zweites Kaiserreich
- Das Schicksal der Sklaven
- „Militärfrage“ (Questão Militar)
- Republik
- Die Ära Vargas
- Unruhige Zeiten
- Militärdiktatur
- Demokratie
- Alle Seiten
Erstes Kaiserreich
Pedro I. enttäuscht sehr bald die hochgesteckten Erwartungen, die die Brasilianer in ihn gesetzt hatten. Die Unabhängigkeit beginnt zwar glanzvoll mit der ersten Kaiserkrönung auf südamerikanischem Boden, Brasilien bekommt eine liberale Verfassung und wird eine konstitutionelle Monarchie, aber die Querelen um die Verfassunggebende Versammlung und das zunehmend autokratische Auftreten des jungen Kaisers verheißen wenig Gutes für die Zukunft.
In den kommenden Jahren wird Brasilien von vielen Staaten anerkannt (USA 1823, Großbritannien 1825, Portugal 1825). Die Monroe-Doktrin der Vereinigten Staaten macht klar, dass eine gewaltsame Wiederherstellung der Kolonialordnung in Lateinamerika für die USA nicht akzeptabel ist. Zur gleichen Zeit beginnt eine verstärkte und organisierte Einwanderung, nicht zuletzt aus Deutschland.
Regentenzeit
Der Kaiser ist schließlich isoliert im eigenen Land und dankt am 7. April 1831 zugunsten seines noch minderjährigen Sohnes ab. Als Pedro IV wird er König von Portugal.
Noch am Tage der Abdankung Pedros I. tritt das Parlament zusammen und setzt einen dreiköpfigen provisorischen Regentschaftsrat ein. Durch eine Zusatzbestimmung zur Verfassung (Ato Adicional vom 6. August 1834) werden einige Reformen durchgeführt: mehr Autonomie für die Provinzen in der Gesetzgebung und Steuererhebung und schließlich die Einsetzung eines einzigen Regenten, der an die Stelle des Regentschaftsrats treten und in allgemeiner Wahl gewählt werden soll.