Wilkommen im Brasil Web

Geschichte

Geschichte

Periode des Königreichs

Der Aufbruch Brasiliens in die Unabhängigkeit beginnt paradoxerweise mit der Übersiedlung des gesamten portugiesischen Hofes von Lissabon nach Rio de Janeiro. Nach dem Scheitern seiner Schaukelpolitik zwischen Frankreich und England flieht der portugiesische Regent Dom João vor den Truppen Napoleons im November 1807 mitsamt der Staatskasse nach Brasilien, wobei die englische Flotte hilfreiche und nicht ganz uneigennützige Dienste leistet. Mit der königlichen Familie lässt sich auch der gesamte Hofstaat (alles in allem etwa 15.000 Personen) im März 1808 (nach einem Zwischenaufenthalt in Bahia) in Rio nieder - eine nicht unerhebliche Erhöhung der Einwohnerzahl der Stadt und des gesamten Landes. Vor allem aber änderte sich damit dessen Status von dem einer abhängigen Kolonie zum gleichberechtigten Bestandteil des Mutterlandes - eine Entwicklung, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Die Häfen des Landes werden für befreundete Nationen geöffnet, was vor allem den Engländern zugute kommt, denen auch Zollvergünstigungen eingeräumt werden müssen. Gewerbebetriebe, Hochschulen, Banken werden gegründet, der Druck von Zeitungen und Büchern zugelassen. Mit der österreichischen Prinzessin Leopoldina, die Joãos Sohn Pedro heiratete, kommen Gelehrte und Künstler ins Land, die beträchtlich zum Aufschwung des geistigen Lebens beitragen.