Kultur in Brasilien
Medien
Im Jahre 2002 wurde die Verfassung in der Hinsicht verändert, dass
die Anteile ausländischer Unternehmen an den nationalen Medien nicht
größer als 30 % sein dürfen.
In Brasilien gibt es etwa 380 Tageszeitungen. Die bekanntesten von ihnen sind Folha de São Paulo, O Estado de São Paulo, O Día und O Globo. Letztere gehört zur Globo-Gruppe,
die die brasilianische Medienlandschaft beherrscht, und der vorgeworfen
wird, einzelne Parteien oder Kandidaten zu favorisieren. Rede Globo ist auch einer der Marktführer, was die Produktion an Telenovelas angeht. Rund 80 % der Produktionen werden exportiert. Ihre jetzige Stellung wird aber von internationalen Konzernen und dem Internet bedroht.
Es gibt einen staatlichen Radiosender neben über 2.900 privaten
Stationen. In ganz Brasilien gab es 1997 etwa 70 Millionen Radiogeräte.
Darüber hinaus gibt es 19 staatliche und etwa 250 private
Fernsehsender. Die Reichweite des Mediums Fernsehen ist in Brasilien
relativ groß: 90,3 % der Haushalte hatten 2003 einen Fernseher.
Im Jahre 1999 gab es 200 Internetdienstanbieter.
Fünf Jahre später (2004) galten gut 19,3 Millionen Brasilianer als
Internet-User. Eine Zensur des Online-Angebots gibt es nicht.
Kunst
In Brasilien hat sich die Kunst aus der Religion entwickelt. Während der Kolonialzeit war die Sakralkunst
dominierend. Unter anderem wurden zahlreiche Kirchen der verschiedenen
Konfessionen künstlerisch gestaltet. Die Zusammenarbeit zwischen
Holzschnitzern, Steinmetzen und Malern verlief so eng, dass auch die
Farbwahl untereinander abgestimmt war und die Kirchen heute zu den
schönsten Amerikas zählen. Üppig ausgestattet waren die Kirchen schon
im 17. Jahrhundert, die größten und wertvollsten Kunstwerke entstanden
aber erst im 18. Jahrhundert.
Im 20. Jahrhundert gewann der Impressionismus,
der in Europa schon in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts auftrat,
immer mehr an Bedeutung. Bedeutende Künstler dieser Zeit waren Manuel Santiago und José Pancetti, noch angesehener war aber Candido Portinaris.
Er selbst gilt als größter Künstler Brasiliens des vergangenen
Jahrhunderts. Da er mit hochgiftigen Farben malte, erkrankte er an
Krebs und verstarb früh. Seine berühmten Kunstwerke hängen in Gebäuden
wie der UN-Zentrale in New York. Kunstkritiker halten ihm hoch, dass in seinen Werken die Originalität Brasiliens am besten hervorgehoben wird.
In den 1940er und 1950er Jahren entwickelte sich der Soziale Realismus.
Portinaris Kunstwerke mit sozialen Themen werden diesem Stil
zugeordnet. Aus der abstrakten Kunst der 1960er bis 1980er Jahre
stechen vor allem die Brüder Thomaz und Arcangelo Ianelli und die Grafikerin Fayga Ostrower hervor. Eine bedeutende Gruppe brasilianischer Künstler ist unter dem Namen Gruppe der 19 bekannt. Ihr gehören zum Beispiel die Surrealisten Mario Gruber und Otavio Araujo an. Marcelo Grassman, ebenfalls einer der 19, erstellte mittelalterliche Stiche. Das vierte Mitglied ist Lena Milliet, die zu den ersten brasilianischen Frauen zählt, die in der Kunst Anerkennung fanden. Daneben ist Carlos Araujo, der mit riesigen Ölbildern berühmt wurde, zu nennen. Mit dem selben Stil arbeitet Nora Beltran, die die politischen und sozialen Zustände in Brasilien karikiert. Gustavo Rosa malt zwar nicht surrealistisch, dennoch ironisch.
Heutzutage ist die Biennale in São Paulo
das größte Kunstereignis in Brasilien. In diese Veranstaltung liegt der
Schwerpunkt auf Gemälden von international renommierten Künstlern. Auch
Rio de Janeiro
ist ein Kunstzentrum. Kleinere, weniger bekannte Orte haben bei
Experten aber ebenfalls ein hohes Ansehen, beispielsweise der
zentralbrasilianische Ort Goiás. Recife ist für João Camara und Gilvan Samico bekannt. Brasiliens berühmtester und in den Augen vieler bester Holzschnitzer ist Maurino Araujo, weshalb auch seine Heimatstadt Minas Gerais unter Kunstliebhabern bekannt ist.
Die Kunst der Indianer ist sehr vergänglich. Für aufwändige
Körperbemalungen benötigt man oft mehrere Tage, doch die Farben halten
oftmals nicht viel länger. Auch der bunte Federschmuck als
Kopfbedeckung ist nur selten in Museen zu sehen.
Musik
Die brasilianische Musik ist von portugiesischen, afrikanischen
und indigenen Musiktraditionen beeinflusst worden. Über die indigene
Musik der vorkolonialen Zeit ist kaum etwas bekannt, die erste
Beschreibung datiert aus dem Jahre 1568. Ein französischer Pastor
beschrieb damals in einem Buch über seine Reise in das Land die Tänze
und Gesänge der Ureinwohner. Die Musik veränderte sich unter dem
Einfluss der europäischen Siedler und afrikanischen Sklaven.
1922 kam es durch die Semana de Arte Moderna (Woche der modernen Künste) zu einer musikalischen Revolution. Mit Heitor Villa-Lobos an der Spitze entstand eine Gruppe neuer Komponisten, die Elemente der brasilianischen Folklore in ihre moderneren Lieder einbauten. In den 1950er Jahren kam der Bossa Nova auf. Diese Musikrichtung gilt als die „brasilianische Variante des Jazz“: sie lehnt sich an nordamerikanischen Jazz an, bleibt aber geprägt von südamerikanischen und afrikanischen Rhythmen. Als bekanntester Vertreter und Mitbegründer des Bossa Nova gilt Antônio Carlos Jobim.
Er verhalf dem Stil in den 1960ern zu großem internationalem Erfolg.
Sein Wirken erreichte für Brasilien eine derart große Bedeutung, dass
man u.a den internationalen Flughafen von Rio de Janeiro nach ihm
benannte. Einer der größten Hits des Bossa Nova in den 60er Jahren schrieb und sang Sérgio Mendes mit Mas que nada. Dieser Titel wurde später unzählige Male kopiert. Heute wird der Bossa Nova vorwiegend von den älteren Brasilianern gehört. Der Tropicalismo (auch Tropicália)
entstand Ende der 1960er Jahre zur Zeit der Militärdiktatur.
Musikalisch handelt es sich um eine Mischung aus Bossa Nova, Folk und Rock,
das wesentliche Element ist aber ein gemeinsames politisches
Bewusstsein der Künstler. Ihre Abneigung gegen die Diktatur und die
Einschränkung ihrer Rechte fand im Tropicalismo ihren Ausdruck.
Die Texte sind daher im allgemeinen regimekritisch und nicht wenige
Musiker mussten ins Exil gehen. Wichtige Vertreter sind Gilberto Gil und Chico Buarque, die es mit geschickter Chiffrierung ihrer Liedtexte sogar geschafft haben, die Zensur zu umgehen und ihre Lieder in Brasilien zu veröffentlichen. Gilberto Gil
übt seit 1. Januar 2003 das Amt des Kulturministers von Brasilien aus.
Seine Zielsetzung ist es, den Zugang zur Kultur zu demokratisieren. Er
unternimmt Reisen in entlegene Gebieten des Landes, um den Menschen
dort zu sagen, dass sie wichtige Träger der brasilianischen Kultur sind.
Entgegen ihrem Namen hat die Música Popular Brasileira, oft mit MPB abgekürzt, nur wenig mit dem gemeinsam, was man hierzulande unter Popmusik
versteht. Die Bezeichnung umfasst eine Vielzahl an Stilrichtungen, die
aber stets typische Elemente aus einzelnen Regionen des Landes
aufgreifen. In Brasilien gilt MPB als Ausdruck des musikalischen und
nationalen Selbstverständnisses. In diesem Sinne stellt MPB
gewissermaßen eine Weiterentwicklung der brasilianischen Folklore dar.
Die wohl bekannteste brasilianische Musikform ist der Samba.
Er entstand aus der Musik der afrikanischstämmigen Bevölkerungsteile
und ist sehr rhythmuslastig. Populär wurde der Samba durch den
jährlichen Karneval in Rio.
Dort präsentieren sich die größten und renommiertesten Sambaschulen in
riesigen Paraden im Wettstreit um den Titel der „besten Sambaschule
Brasiliens“. Neben den Umzügen zur Karnevalszeit spielen die Bands
manchmal auch auf den Straßen oder unterstützen mit ihrer Musik
politische Demonstrationen und Streiks.
Es gibt eine unüberschaubare Zahl an regionaltypischen Musikstilen,
die sich entsprechend der verschiedenen kulturellen Eigenheiten der
jeweiligen Gebiete entwickelt haben. Música Nordestina
ist ein Sammelbegriff für die Musik aus dem Nordosten, der eine
besonders große musikalische Vielfalt besitzt. Hier sind Instrumente
wie Akkordeon und Gitarre vorherrschend. Recife im Speziellen ist
bekannt für den Frevo, der auch Einflüsse aus der Militärmusik besitzt. Forró wird von Trios mit Trommel, Triangel und Akkordeon gespielt. Ein traditioneller afro-brasilianischer Stil ist Maracatu, welcher mit großen Trommeln, Glocken und Rasseln gespielt wird
Eine besondere Rolle als musikalischer Impulsgeber spielt Salvador da Bahia. Seit 1949 nehmen hier Afoxé-Blocos an den Karnevalszügen teil, die ihre Wurzeln in der Musik des Candomblé
haben und auch im Zusammenhang mit der Freiheitsbewegung der
afrobrasilianischen Bevölkerung zu sehen sind. Seit den 1980er Jahren
ist in Salvador der Samba-Reggae entstanden.
Besonders in den regionaltypischen Musikrichtungen kommen Instrumente afrikanischen Ursprungs zum Einsatz, so zum Beispiel die Berimbau, ein bogenförmiges Rhythmusinstrument mit einem hohlen Kürbis an einem Ende, oder die Xequerê, ein mit Muscheln bestücktes Schüttelinstrument.
In den letzten Jahren setzte sich vor allem bei den Jugendlichen die Musikrichtung Axé durch. Axé wird dem Samba, ausgenommen in der Karnevalszeit, mehr und mehr bevorzugt. Die Mischung aus Samba, Pagode und Pop
ist enorm rhythmusbetont und gut tanzbar. Zum Teil thematisieren die
Texte kritische Themen, wie Armut, soziale Ungerechtigkeit oder
Korruption. Bekannte Gruppen des Axé sind beispielsweise Olodum, Daniela Mercury, Ivete Sangalo, Banda Eva, Araketu oder Terra Samba. In den offenen Cafés in Brasilien wird aber in erster Linie Pagode gespielt. Das Publikum ist meist um die 30 oder 40 Jahren alt. Bekannte Gruppen des Pagode sind Exaltasamba, Só Pra Contrariar und Art Popular.
Eine neue Entwicklung ist auch der Drum&Bossa Sound. Ein Mix aus
dem Englischen Drum&Bass und dem Brasilianischen Bossa Nova.
Literatur
Das erste erhaltene Dokument, das als brasilianische Literatur bezeichnet werden kann, ist ein Brief von Pero Vaz de Caminha an Manuel I. von Portugal,
in dem Brasilien im Jahre 1500 beschrieben wurde. In den nächsten
beiden Jahrhunderten machten Beschreibungen von Reisenden über das
„Portugiesische Amerika“ und seine Einwohner die brasilianische
Literatur aus, so wurden zum Beispiel die Berichte des deutschen
Soldaten Hans Staden berühmt. Außerdem wurde aus dieser Zeit religiöse Literatur gefunden. Neoklassizismus war in der Mitte des 18. Jahrhunderts weit verbreitet. In der Kolonialzeit war der für seine Goldminen bekannte Bundesstaat Minas Gerais Zentrum der Literatur. Ab etwa 1836 beeinflusste die Romantik
die brasilianische Literatur. In dieser Zeit entstanden die ersten
Standardwerke der Landesliteratur. Auf die Romantik folgte der Realismus, bei dem Joaquim Maria Machado de Assis
als bester und populärster brasilianischer Schriftsteller hervorstach.
Zwischen 1895 und 1922 ist kein einheitlicher Stil zu erkennen, doch
einige Züge der Moderne gab es schon, so dass diese Periode
„Vor-Moderne“ genannt wird. Seit der Semana de Arte Moderna (Woche der modernen Künste) 1922 wurde die Moderne der dominierende Stil.
Die berühmtesten Autoren dieser Zeit sind Mário de Andrade und Oswald de Andrade; ebenfalls internationale Bekanntheit erlangt hat Jorge Amado. Der brasilianische Erfolgsautor Paulo Coelho ist zur Zeit der weltweit meistgelesene Autor. 2004 erhielt Lygia Bojunga Nunes den bedeutenden Astrid-Lindgren-Preis für Kinderliteratur.
Brasilien: mit 108 Lizenzen
im Jahr 2004 Deutschlands zweitwichtigster Lizenzabnehmer auf dem
amerikanischen Kontinent (nach den USA mit 175 Lizenzen). Fehlende
Sprachkenntnisse und hohe Übersetzungskosten sind trotzdem noch
Barrieren. Die Buchmesse São Paulo ist die vielleicht wichtigste Südamerikas.
Kulinarisches
Aufgrund der Größe des Landes ist es schwierig, die brasilianische
Küche zu definieren. Es ist gesichert, dass sie durch die
portugiesische Kolonisation beeinflusst wurde. Als Nationalgericht gilt
die Feijoada, ein Bohneneintopf aus schwarzen Bohnen mit allerlei Fleisch. Üblicherweise wird Feijoada mit Reis, Farofa (ein Maniokmehl)
und Orangenscheiben serviert. Wegen des großen Abstands zwischen den
Orten sind die Verpflegungsstationen an Fernstraßen wichtig. Hier wird
zwischen kommerziell betriebenen Snackbars mit großem Angebot an Sandwiches
und anderen einfachen Gerichten und kleinen, familiären Haltepunkten,
die meist nur ein Gericht (Reis, Kartoffeln oder Bohnen mit einer
Fleischsorte) bieten.
Architektur
Im Amazonasbecken herrschen die primitiven Indianerhütten vor, in anderen Bundesstaaten, zum Beispiel Minas Gerais, sind dagegen prachtvolle und historische Städte, erbaut im Barock, und ebenso prachtvoll dekorierte Kirchen zu finden (Ouro Preto, Mariana, Congonhas). Kolonialarchitektur bestimmt in einigen Küstenstädten des Nordosten noch das Bild (Olinda). Die größten Architekten des Landes Oscar Niemeyer, der als Wegbereiter der brasilianischen Architektur gilt, sein früherer Dozent Lúcio Costa und Roberto Burle-Marx gestalteten gemeinsam den schönsten brasilianischen Wohnpark „Pampulha“ in Belo Horizonte.
Niemeyer hat weltweit schon einige Gebäude entworfen. So stammen der
New Yorker Hauptsitz der UN oder das aufsehenserregende Parteigebäude
der Kommunistischen Partei Frankreichs aus seiner Feder. Der damalige
Initiator war der spätere Präsident Juscelino Kubitschek,
der in einer seiner ersten Amtshandlungen als mächtigster Mann im Staat
das dreiköpfige Team erneut zusammenrief, um das Projekt Brasília zu
beschließen.
Denn die Hauptstadt Brasília
ist Höhepunkt brasilianischer Architektur, sie wurde erst in den 1960er
Jahren errichtet und unterliegt einem genauen Plan. Nach einer
Ausschreibung, bei der der Sieger mit Lúcio Costa schon vorher
feststand, plante Costa den Aufbau der Stadt, Niemeyer war wie schon in
Pampulha für die meisten Gebäude zuständig und Burle-Marx entwarf
Plätze und Parks. Brasília ist heute berühmt für modernistische Gebäude.
Sport
National- und auch Volkssport des Landes ist Fußball. Die Brasilianische Fußballnationalmannschaft ist fünfmaliger Weltmeister und damit die erfolgreichste Nationalmannschaft der Welt. Darüber hinaus gewann Brasilien sieben Mal die Copa América, die Südamerika-Meisterschaft. In der aktuellen Mannschaft spielen viele international bekannte Stars wie Ronaldinho (Weltfußballer 2004, 2005), Adriano, Roberto Carlos, Ronaldo, Kaká, Robinho und Emerson. Für viele Fußballliebhaber gilt darüber hinaus Pelé
als einer der besten Fußballer aller Zeiten. Ein Großteil der
Bevölkerung spielt aber Fußball unter einfacheren Verhältnissen, bspw.
mit selbst gefertigten Bällen (in den Favelas) auf Sandplätzen
(Campos). Für viele Kinder und Jugendliche in den Favelas ist die
Aussicht, Fußballprofi zu werden, eine der wenigen Möglichkeiten, der
Armut zu entgehen. Dies ist mit ein Grund, warum die brasilianische
Nachwuchsarbeit regelmäßig große Talente hervorbringt und viele
Brasilianer in zahlreichen internationalen Ligen Fußball spielen. Ein
weiterer Grund für die vielen Talente ist ein anderes Spielverständnis,
in dem unter anderem die Kondition und die Fußballtechnik eine wichtige
Rolle spielt.
Sehr beliebt ist auch Volleyball in Brasilien. Besonders für Beachvolleyball ist das südamerikanische Land bekannt. Zudem wurde Footvolley, eine Mischung aus Fuß- und Volleyball, in Brasilien erfunden.
Des weiteren ist Brasilien der Gastgeber des letzten im Formel-1-Rennkalender verbliebenen lateinamerikanischen Grand Prix, des Großen Preises von Brasilien, und hat bedeutende Rennfahrer hervorgebracht wie Emerson Fittipaldi, Nelson Piquet, Ayrton Senna, Rubens Barrichello und Felipe Massa. Starke Anteilnahme fand in der Bevölkerung die Beerdigung Ayrton Sennas 1994.
Zwei Rennstrecken wurden für Formel-1-Rennen genutzt: Das Autódromo Internacional Nelson Piquet bei Rio de Janeiro und das Autódromo José Carlos Pace bei Interlagos.
Bekanntester Tennisspieler Brasiliens ist Gustavo Kuerten.
Als typisch brasilianisch kann Capoeira bezeichnet werden, was besser mit dem Begriff Kampftanz denn mit Kampfsportart
kategorisiert wird. Capoeira wurde von der schwarzen Bevölkerung
praktiziert. Da es den Sklaven nicht erlaubt war, irgendeine Art von
Waffen zu tragen, entwickelten sie Capoeira als Form der
Selbstverteidigung: Sie verbindet kämpferische Elemente mit Akrobatik,
Spielerei und Tanz. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich
eine gewisse Mode um Capoeira. Sie ist mittlerweile in der ganzen
brasilianischen Bevölkerung verbreitet und findet auch im Ausland
Beliebtheit. Im Zuge der in den letzten Jahren wachsenden Verbreitung
der Kampfsporte und -künste aus dem MMA und insbesondere Grappling -
Bereich erlangten international Vale tudo, Luta Livre und BJJ große Anerkennung.
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