| Salvador |
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Geschichte
Die Stadt wurde 1549 gegründet, 1624-1625 wurde sie von Holländern kurzzeitig besetzt. Ihre erste Blüte endete, als 1763 sie ihre Rolle als Hauptstadt Brasiliens an Rio de Janeiro verlor.
Hier kam der größte Teil der ca. 5 Mio. Afrikaner an, die von den Portugiesen aus Westafrika in die Sklaverei verschleppt wurden.
Der Pelourinho ist der historische Sklavenmarkt in Salvador.
Die Sklaven mussten auf den Plantagen und Zuckerrohrfeldern des Umlandes, des sog. Recôncavo, arbeiten. Sie sorgten dafür, dass Salvador da Bahia bis zum Jahre 1650 die größte Metropole auf der Südhalbkugel war.
Kultur
Noch heute ist der afrikanische Einfluss auf Salvador allgegenwärtig. Dies drückt sich vor allem in der Sprache aus, die viele Wörter aus dem Afrikanischen übernommen hat, sowie in der Candomblé-Religion, wo sich afrikanischer Götterglaube und Katholizismus vermischt haben.
So haben z. B. die katholischen Heiligen ihre Entsprechung in den sog. Orixás, einer Art afrikanischer Götter gefunden.
Auch der Capoeira ist ein Erbe der Sklavenzeit und Salvador gilt als das Zentrum dieses Kampfsports.
Karneval
Der Karneval in Salvador da Bahia ist der größte Straßenkarneval der Welt und dauert 6 Tage und 6 Nächte. Am Donnerstagabend vor Aschermittwoch beginnt das Fest in der Karnevalshochburg Brasiliens, für das mit „Bahia: maior explosão de alegria“ (Bahia, der größte Ausbruch der Freude) geworben wird. Der Bürgermeister übergibt den Stadtschlüssel an den dicken Rei Momo, den Karnevalskönig. Dann strömen anderthalb Millionen Menschen durch die Straßen – bis zum Aschermittwoch. 19 Kilometer Straße werden für den Hauptzug entlang der Uferpromenade und durch die Innenstadt abgesperrt. Große Laster mit Lautsprecherboxen (so genannte "trios electricos") in der Größe eines Containers fahren durch die Stadt, oben drauf ist die Bühne einer Musikgruppe, deren Fans im Strom durch die Straßen tanzen. Viele bekannte Musiker aus Salvador beteiligen sich: Olodum, Daniela Mercury, Timbalada, Ivete Sangalo,u.v.m.
Ein zweiter Zug wälzt sich durch die engen Gassen des Altstadtviertels Pelourinho. Da die wenigsten Menschen kostümiert sind, fallen die Blocos de Trio (Vereine der hellhäutigen weißen Oberschicht) mit jeweils einigen tausend Mitgliedern besonders auf.
Wer die Ohren nicht ruinieren will und mehr Lokalkolorit erleben möchte, sollte die Stadtteilumzüge in den Monaten vor dem Karneval aufsuchen und, soweit die Kondition erlaubt, mittanzen.
Sehenswürdigkeiten
Im Stadtzentrum steht ein Denkmal für Ludwik Lejzer Zamenhof, den Begründer der internationalen Sprache Esperanto.
Der Palácio Rio Branco war der Sitz des Generalgouverneurs und somit lange Zeit Machtzentrum des wichtigsten Teils des portugiesischen Kolonialreichs.
Die Altstadt rund um den sogenannten Pelourinho gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Nach langen Jahren des Verfalls wurde zum Ende des 20. Jahrhunderts behutsam restauriert. Begleitend durch eine starke Polizeipräsenz zur Kriminalitätsbekämpfung wurde Pelourinho wieder zum attraktiven Touristenziel. Allerdings sind die Nebenstraßen des Pelourinho und die weiteren Teile der Innenstadt nach wie vor gefährlich, insbesondere am Abend. Der Largo de Pelourinho bildet das Herz des Bezirks, der heute kultureller und tourischer Mittelpunkt der Stadt ist. Dort und am Terreiro de Jesus finden sich auch immer Frauen in der typischen Bahia-Tracht. Leider wird diese heute nur noch für die Kameras der Touristen getragen.
Der Elevador de Lacerda transportiert etwa 50.000 Passagiere am Tag über die 72 Meter Höhenunterschied zwischen dem Stadtteil Comércio mit dem "Mercado Modelo" in der Unterstadt und der Altstadt auf dem Pelourinho. Eine weitere Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt wird durch eine Standseilbahn, den "Plano Inclinado Gonçalves", hergestellt.
Die Kirche am Ende der Bucht, "Nosso Senhor do Bonfim" und nicht zuletzt die malerischen Strände, beginnend an der "Barra" mit der Festung und dem Leuchtturm.
Die aus der Kolonialzeit stammende Franziskanerkirche beherbergt eine der größten Sammlungen von Azulejos, einer blauen Kachelart mit Darstellungen aus der griechischen Mythologie.
Die Küste nördlich von Salvador ist eine touristische Attraktion. Hier kann man sich in Orten wie Praia do Forte, Imbassaí oder Costa do Sauípe vom Stress der Großstadt erholen. Seit ca. 10 Jahren gibt es eine direkte Anbindung über die gebührenpflichtige Autostrasse Linha Verde die diese Erholungsgebiete der Costa dos Coqueiros direkt mit Salvador und dem Flughafen verbindet.
Die Küste südlich von Salvador bietet Erholung auf der Insel Itaparica (Insel) und Morro de São Paulo die beide mit entsprechenden Schiffsverbindungen erreichbar sind. Die Bahia de Todos os Santos an Salvador da Bahia grenzt bietet ebenfalls interessante Ziele wie die historischen Orte Cachoeira und São Felix, die als Zentrum der bahianischen Tabakindustrie gelten.
Internet:
Einge Seiten aus und über Salvador da Bahia finden Sie HIER
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