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Vielen Dank: Hallo Forumsbenützer Ich habe euch um Unterstützung bei meiner Reise nach Brasilien gebeten. Die habe ich auch erhalten und möchte allen dafür danken. Nachdem ich nun wieder zurück bin, hier einige Eindrücke von einem, der vor fast 30 Jahren erstmals in Brasilien war und seither in grösseren und kleiner Abständen
  1. #1
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    Standard Vielen Dank

    Hallo Forumsbenützer

    Ich habe euch um Unterstützung bei meiner Reise nach Brasilien gebeten. Die habe ich auch erhalten und möchte allen dafür danken. Nachdem ich nun wieder zurück bin, hier einige Eindrücke von einem, der vor fast 30 Jahren erstmals in Brasilien war und seither in grösseren und kleiner Abständen immer wieder:

    - Bei meiner Frage nach dem Hotel habe ich verschiedene Hinweise erhalten und bin am Schluss beim Formule 1, Hotel Rua Vergueiro, 1571 Paraiso, Sao Paulo, gelandet. Für uns ein Glücksgriff. Sehr gutes und günstiges Hotel. Da wir (Eltern mit zwei grossen Kindern) da nicht mehr als schlafen und Frühstück wollten, waren auch die eher kleinen Zimmer für uns kein Problem. Das Hotel und die Zimmer machen einen sehr sauberen Eindruck. Der Zimmerpreis ist dem Stand entsprechend akzeptabel und genau wie auf der Homepage angegeben. Täglich wurde die Wäsche gewechselt. Das Frühstück, welches für 4 Reais pro Person zusätzlich gebucht werden muss, ist einfach aber uns reichte es. Kaffee, Milch, Wasser für Tee, Fruchtsäft, mehrere Sorten Brot, Butter etc. Für jemand der sich aber für den ganzen Tag verpflegen will, genügt es nicht.
    TV ist vorhanden, jedoch kein Safe im Zimmer, aber er kann gem. dem Portier beim Empfang beantragt werden. Ich benötigte ihn nicht. Alle Gänge werden mit Video überwacht. Die ganze Familie fühlte sich im Hotel sicher. Im weiteren Umfeld gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten, Shoppingcenters und auch in Sachen Verpflegung gibt’s nichts zu bemängeln und ist alles möglich. Was uns besonders gelegen kam, war die Tatsache, dass sich von Montag bis Samstag unmittelbar neben dem Hoteleingang der Zugang zur Metro befindet. Am Sonntag ist der Zugang auf der anderen Strassenseite.

    - Wir bewegten uns in SP wenn immer möglich mit dem Bus oder der Metro. Diese hat kein sehr grosses Streckennetz aber die Sauberkeit und Sicherheit ist hervorragend. Als ich mit meiner Familie in einen starkbesetzten Zug einsteige, steht ein älterer Herr auf und bietet seinen Sitzplatz meiner Frau an. Das passiert bei uns praktisch nicht mehr. Wenn ich da an unsere mutwillig beschädigten Züge mit zerschnittenen Sitzflächen, zerkratzten Fensterscheiben oder besprayten Aussenflächen denke, sehen die neben dieser Metro ganz schlecht aus. Da liegt kein Papier und keine Zigarettenstummel am Boden, da schon gar nicht geraucht und dies auch eingehalten wird. Natürlich sind die Zugänge teilweise bewacht, aber wäre das bei uns nicht auch fast wünschbar? Überhaupt finde ich SP eine im Grunde saubere Stadt. Natürlich gibt es da in den Ecken ev. Abfallsäcke die sich stapeln, oder einzelne Strassen sind verschmutzter als die Av. Paulista. „Leider“ konnten wir wegen Einladungen von Bekannten bei weitem nicht alle Sehenswürdigkeiten besuchen, die mir von euch empfohlen wurden. Etwas weit weg ist das Shopping Morumbi, aber als Konsumtempel sicher sehenswert. Auch sehenswert ist der Mercado Municipal. Da gibt es alles an Früchten zu kaufen, was in Brasilien wächst. Die Snacks auf der Galerie sind sehr gut, aber Achtung, nicht zur Mittagszeit essen gehen. Ab ca. 14’00 Uhr wird ruhiger und man steht weniger lang an.

    - Das Auto für meine Reise buchte ich am Schluss bei Hertz, aber auch da sind entgegen aller Hinweise von euch und der Reservationsstelle Schweiz von Hertz selber, nicht alle Risiken abgedeckt. So wird beispielsweise der Radio nicht versichert und wenn die Pneus zerschnitten werden, weil das Fahrzeug nicht in einem gesicherten Areal abgestellt wurde, müssen diese selber bezahlt werden. Mit euren Tipps bezüglich der Fahrt nach Bauru, habe ich die Hin- und Rückfahrt absolut problemlos geschafft. Die Strassen sind weitgehend in einem guten Zustand, insbesondere die C. Branco. Es gibt aber schon Strassenabschnitte, die mit einer gewissen Vorsicht befahren werden müssen, da es doch grössere Schäden hat. Überrascht haben mich die eigentlich hohen Strassengebühren von ca. 80 Reais.
    Ich bin aber froh, dass ich das Auto auf dem Flughafen abgeholt und zurück gebracht habe. Meine Bekannten meinten zwar, Fahren in SP sei kein Problem und ich würde einen Umweg machen, aber so wie da in der Stadt gefahren wird, wäre das nichts für mich und ich wüsste auch gar nicht genau wohin, da die Beschilderung in der Stadt selber doch etwas dürftig ist.

    - Der Geldwechsel hat da so seine Tücken und hat sich seit meinem letzten Besuch in Brasilien zum Nachteil für mich entwickelt. Wurden mir von sechs bis acht Jahren die Dollars überall ohne Problem privat gewechselt, (cambio negro) so muss ich heute sehr bewusst vorgehen. In Sao Paulo wollte die Bank do Brasil für jeden Dollarwechsel, egal wie hoch die Summe sei, eine Gebühr von 25$. Zudem war der Wechselkurs tiefer als in den Wechselstuben und nicht alle Filialen wechseln Dollar. In SP einen Cambio zu finden war kein Problem. Ganz anders in der Stadt Bauru oder im Dorf Pirajui. In Bauru fanden wir keinen Cambio und nur an eine Filiale der BdB die das gemacht hätte, wären wir dann auch zur rechten Zeit da gewesen. Gemäss der Bank werden die Dollarwechsel nur von 11’00 – 14’00 Uhr vorgenommen. In Prajui konnten wir dann Privat wechseln, aber zu einem tieferen Kurs als in SP. Fazit: Geldwechsel in grösseren Städten wie Rio oder SP ist sicher kein Problem, aber auf dem Lande kann es sehr schnell eines werden. Deshalb nicht darauf verlassen, dass überall Dollar angenommen werden.

    Nun hat mich bereits der Alltag wieder und doch ist da im Hinterkopf irgendwie der Gedanke, ob es sich nicht lohnen würde, ganz in Brasilien zu leben, zumal meine Frau längerfristig wieder nach Brasilien zurück möchte. Ich bin nicht blauäugig und sehe die Probleme und Schwierigkeiten dieses Landes durchaus, aber irgendwo zwischen Rio und Salvador sollte sich doch was finden lassen, das meinen Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht.
    Nochmals einen herzlichen Dank an alle, die mir bei der Vorbereitung geholfen haben.

    Cesar1


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