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CineLatino 5.-14.Mai Frankfurt: Von Gelegenheitsdieben und Selbstmördern CineLatino startet in Frankfurt Szene aus MAROA (2005) Eine Gelegeheitsdiebin auf Gaunertour, ein Selbstmörder, der sich nicht umbringt, eine Nachtschwärmerin mit großem Herz – Kino aus Lateinamerika kann ganz unterschiedlich aussehen. Mit dem Festival CineLatino widmet sich das Frankfurter Filmmuseum zum 7. Mal dem lateinamerikanischen Film.
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    Standard CineLatino 5.-14.Mai Frankfurt

    Von Gelegenheitsdieben und Selbstmördern
    CineLatino startet in Frankfurt
    Szene aus MAROA (2005)
    Eine Gelegeheitsdiebin auf Gaunertour, ein Selbstmörder, der sich nicht umbringt, eine Nachtschwärmerin mit großem Herz – Kino aus Lateinamerika kann ganz unterschiedlich aussehen. Mit dem Festival CineLatino widmet sich das Frankfurter Filmmuseum zum 7. Mal dem lateinamerikanischen Film.


    Das Programm kann sich sehen lassen: 22 Filme aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Uruguay und Venezuela haben Hans-Peter Reichmann und seine Crew nach Frankfurt geholt. Dabei dreht es sich um die Gelegeheitsdiebin, die einen Klarinettenspieler für sich entdeckt, genauso wie um den melancholischen Selbstmörder Rudio, der nur gerettet wird, weil er plötzlich in das Nachtleben eintaucht.

    Zusätzlich zu den Filmen haben die Veranstalter auch wieder Regisseure eingeladen, die nicht nur in Lateinamerika bekannt sind: Paulo Sacramento, einer der wichtigsten Vertreter der unabhängien brasilianischen Filmszene, Solveigh Hoogestein, seit 1977 Filmemacherin in Veneuzuela, und Georgina García Riedel, mexikanische Filmemacherin aus den USA.



    CineLatino 2006
    Deutsches Filmmuseum
    Schaumainkai 41
    60596 Frankfurt am Main
    Tel: (069)212-38830
    Fax: (069)212-37881
    5. bis 14. Mai 2006

    Karten / Reservierung
    Reservierungen unter: (069)212-38830
    (Reservierte Karten bis 30 min vor Beginn der Vorstellung abholen!)

    Preise:
    Erwachsene: 5,50 €
    ermäßigt: 4,50 €
    Erwachsene m. Kino-Card: 3,50 €


    Schwerpunktland in diesem Jahr ist Brasilien: Das Land, das mit seinen Widersprüchen und seiner lebhaften Filmszene zu den wichtigsten und innovativsten Kinoländern Lateinamerikas gehört. Das Themensprektrum der Spiel- und Dokumentarfilme ist großt: von den harten Konsequenzen gesellschaftlicher Veränderungen bis zu den ursprünglichen Traditionen der indigenen Völker in den Pantanalsümpfen im Mato Grosso. Im Focus „Migration" werden die verschiedenen Aspekte dieses Massenphänomens thematisiert – von der Auswanderung in die USA, gelungener Integration am Beispiel mehrerer Generationen bis hin zum Wunsch nach Rückkehr.


    Die Filme im Überblick



    Freitag, 5. Mai 2006
    MAROA (2005) erzählt die Geschichte eines Mädchens in Caracas, das sich mit kleinen Gaunereien über Wasser hält. Während eines Diebstahls hört Maroa einen Klarinettenspieler. Wenig später trifft sie ihn wieder. Joaquín nimmt sie in seine Orchesterklasse auf, und für beide beginnt sich das Leben zu verändern. 20 Uhr


    AMARELO MANGA (Mangogelb, 2002) erzählt von Liebe und Missverständnissen. Von ihren Leidenschaften geleitet, bewegen sich die Figuren auf einer ständigen Suche nach dem Glück durch ein Universum aus Fallen, Rache und nicht verwirklichten Träumen. Cláudio Assis‘ Spielfilmdebüt erzählt auf provozierende Weise eine Geschichte über erfolglose Menschen mit wenig Geld in der Küstenstadt Recife. 22.30 Uhr


    Samstag, 6. Mai 2006
    500 ALMAS (500 Seelen, 2004) erzählt von den Guatós, einem indigenen Volk, das in den Pantanalsümpfen im Mato Grosso lebt. In den 60ern galten sie als ausgestorben und wurden erst zehn Jahre später wiederentdeckt. Heute leben etwa 500 Guatós in Brasilien. Der Film folgt den Spuren ihrer Kultur in einer Art Mosaik, das sich aus Gegenwärtigem und Vergangenheit zusammensetzt. 18 Uhr

    In COMO UN AVIÓN ESTRELLADO (Wie ein abgestürztes Flugzeug, 2005) kommt der Teenager Nico nach dem Tod der Eltern zu seinem Bruder, der eine Tierklinik betreibt. Die beiden Brüder haben kein besonderes Verhältnis zueinander, und Nico fühlt sich mehr zu Santi hingezogen, der in kleine Diebstähle verwickelt ist. Da verliebt sich Nico in Luchi, deren Kaninchen in der Klinik behandelt wird. 20.30 Uhr

    RUIDO (2004) handelt von Basilio, einem warmherzigen Mann, den keiner ernst zu nehmen scheint. Als er sich umbringen will, taucht eine Nachtschwärmerin auf, die ihn in eine andere Gesellschaft einführt. Bald ist Basilio umgeben von neuen Freunden, die alle Anforderungen an ihn stellen. 22.30 Uhr



    Sonntag, 7. Mai 2006
    In MOJADOS: THROUGH THE NIGHT (2004) begleitet der Filmemacher Tommy Davies mit einer Handkamera vier ausreisewillige Mexikaner auf ihrer Reise ins Gelobte Land. Nach der heimlichen Überquerung der Grenze steht ihnen ein 120 Meilen weiter Weg durch die texanische Wildnis bevor. 18 Uhr

    ALMA MATER (2005) erzählt von der schüchternen, unscheinbaren Pamela, die als Kassiererin in einem Supermarkt arbeitet. Ihre einzige Abwechslung sind obskure Sektengottesdienste. Plötzlich häufen sich ungewöhnliche Zeichen um sie herum, und alles deutet darauf hin, dass sie schwanger ist. Und mit dem Transvestiten Katia macht sie sich auf die Suche nach einem Vater. 20.30 Uhr


    Montag, 8. Mai 2006
    In LOS SUICIDAS (Die Selbstmörder, 2005) soll der Journalist Daniel den vermeintlichen Selbstmord eines Mannes aufklären. Der Auftrag reißt ihn aus seiner Alltagsroutine heraus, und er beginnt sich immer stärker emotional mit dem Thema zu beschäftigen, da auch in seiner Familie einige Selbstmorde vorgekommen sind. 18 Uhr


    Dienstag, 9. Mai 2006
    BATALLA EN EL CIELO (2005) handelt von dem Chauffeur Marcos, der mit seiner Frau aus Geldgier ein Kind entführt hat, das dabei ums Leben gekommen ist. Von schweren Gewissensbissen geplagt, vertraut Marcos sich Ana an, der Tochter seines Chefs, und sucht bei ihr Halt. Ana prostituiert sich, weil es ihr Freude bereitet. 18 Uhr

    O PRISIONEIRO DA GRADE DE FERRO (Der Gefangene der eisernen Gitter, 2004) ist eine Dokumentation über das Carandiru-Gefängnis in São Paulo, mit 7500 Insassen das größte Gefängnis Lateinamerikas. Das Besondere an diesem Film ist, dass die Gefangenen im Rahmen von Video-Kursen an der Kamera ausgebildet wurden und selbst ihren Alltag gefilmt haben. Exemplarisch werden 14 Männer näher vorgestellt. 20.30 Uhr.



    Mittwoch, 10. Mai 2006
    QUANTO VALE OU É POR QUILO (Was ist es wert, 2005) ist nach dem Roman „Pai contra Mãe“ entstanden und vergleicht die feudale Sklaverei mit den modernen Machenschaften der Wohltätigkeitsorganisationen. Er kontrastiert historische mit gegenwärtigen Episoden, wobei die Schauspieler identisch SIND und ein gleiches Schicksal erfahren. Der Sklavenjäger Candinho und die entlaufene Sklavin Arminda mutieren zum Auftragskiller und zur politischen Aktivistin. 18 Uhr


    Donnerstag, 11. Mai 2006
    ESTAMIRA (2004) erzählt vom Schicksal der gleichnamigen Frau, die an Schizophrenie leidet und auf einer Müllkippe bei Rio de Janeiro arbeitet, wo sie sich unter den Außenseitern am wohlsten fühlt. Neben den Momenten, in denen sie sich in Wahnvorstellungen verliert, hat sie solche voller Klarheit, in denen sie über ihre Vergangenheit, ihre traumatischen Erlebnisse und ihre Kinder erzählt. 18 Uhr

    AL OTRO LADO (Auf der anderen Seite, 2005) zeigt die andere Seite der Migration und widmet sich den Zurückgebliebenen: Er zeigt deren Geschichte anhand von Kindern an drei verschiedenen Orten. Priscilliano aus Mexiko, Ángel aus Kuba und Fatima aus Marokko teilen alle das gleiche Schicksal, dass ihre Väter die Familien verlassen haben, um Geld zu verdienen und der Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Jeder begibt sich auf seine Weise auf die Suche nach dem Vater. 20.30 Uhr



    Freitag, 12. Mai 2006
    JULIA MANN (2005) beschreibt das Leben der Mutter von Thomas Mann, die in Brasilien geboren wurde und mit sieben Jahren nach Deutschland kam, was für sie eine große Umstellung bedeutete. Neben dem Einfluss, den sie auf ihre Kinder und Enkel ausübte, reflektiert der Film auch über Literatur, Exil und gegenseitige Einflüsse der Familie Mann und Brasiliens. 17 Uhr

    ROMÁNTICO (Ein Romantiker, 2004) begleitet die umgekehrte Migration des mexikanischen Musikers Carmelo Muñoz Sánchez von Kalifornien nach Mexiko. Als Carmelo eines Tages in San Francisco die Nachricht ereilt, dass seine Mutter im Sterben liegt, kehrt er nach vielen Jahren nach Mexiko zu seiner Familie zurück. Kaum ist er angekommen, wird ihm bewusst, dass er seine Verwandten nicht adäquat unterstützen kann. 18 Uhr

    HOW THE GARCÍA GIRLS SPENT THEIR SUMMER (Wie die García Girls ihren Sommer verbrachten, 2005) spielt in einer kleinen Stadt in Arizona und erzählt von drei Generationen von Frauen, die jede auf ihre Weise die Liebe und die Sehnsucht nach Zärtlichkeit entdecken. Die 70jährige Doña Genoveva kauft sich ein Auto und lässt sich Fahrunterricht geben. Ihre Tochter Lolita fühlt sich zu dem Mann ihrer Freundin hingezogen, und Blanca freundet sich mit Sal an, der keinen sonderlich guten Ruf besitzt. 20 Uhr

    ABOIO (Kuhhirten, 2005) zeigt eine uralte Tradition der Cowboys in der brasilianischen Prärie. Sie kommunizieren mit ihrem Vieh über eine Art Sprechgesang, der ‚aboio’ genannt wird. 23 Uhr.



    Samstag, 14. Mai 2006
    PLAY (2005) ist eine Großstadtballade, die vom Überleben und der Suche nach Liebe und Zuneigung erzählt. Die hübsche Krankenschwester Cristina streift durch die Straßen und Parks von Santiago. Sie findet eine Aktentasche, die dem arbeitslosen Architekten Tristán gehört. Die beiden beginnen einander zu umkreisen und teils unbewusst, teils wissentlich zu suchen. 18 Uhr

    QUASE DOIS IRMÃOS (Fast Brüder, 2004) spiegelt die Spaltung der brasilianischen Gesellschaft anhand der beiden Jugendfreunde Miguel und Jorge wider. Die beiden verbindet zunächst die Musik, später treffen sie sich im berüchtigten Knast „Ilha Grande“ wieder, der Bürgersohn Miguel als politischer Gefangener, der Slumjunge Jorge als erfolgreicher Drogendealer. 20.30 Uhr

    In LA SOMBRA DEL CAMINANTE (Der Schatten des Wanderers, 2004) freunden sich Mané, der ein Holzbein hat, und ein geheimnisvoller Fremder, der mit Stuhl und Regenschirm durch die Straßen Bogotás wandert, langsam an. Ihre Freundschaft wird jedoch von der Vergangenheit des Wanderers überschattet, die Teil der gewalttätigen Geschichte Kolumbiens ist. 22.30 Uhr



    Sonntag, 14. Mai 2006
    1973 (1994-2005) ist das Geburtsjahr von drei Menschen in Mexiko-Stadt, die Antonino Isordia in ihrer Explosion aus Energie, Aggression, Unruhe, Liebe, Ohnmacht und Macht portraitiert. In fragmentarisch schnellen Schnitten, Kurzinterviews und verstörenden Bildern erzählen Radolfo, Mafer und Alex ihre Geschichten, deren Wahrheitsgehalt offen bleibt und deren Zusammenhänge man sich selber collagieren muss. 18 Uhr

    EL VIENTO (Der Wind, 2005) erzählt die Geschichte des Landarbeiters Frank, der nach dem Tode seiner Tochter das erste Mal seine Heimat Patagonien verlässt, um seine Enkelin Alina zu suchen, die als uneheliche Tochter geboren wurde. Diese wehrt sich zunächst dagegen, eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Doch langsam gelingt es Frank, ihr Misstrauen aufzuheben und sie mit der Vergangenheit auszusöhnen. 20.30 Uhr




    Links im WWW
    Dt. Filmmuseum Frankfurt: weitere Informationen:
    http://www.deutschesfilmmuseum.de/pr...o2006&ass=leer
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de


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