Heute war ich am Prainha do Canto Verde. Bei leckerem Fisch und einem eiskalten Bierchen kam mir eine geniale Idee: Prainha hat seinen eigenen Thread verdient. Also werde ich jetzt hier einen Dauerbrenner einstellen, mit unregelmässigen Informationen und News über Prainha und Umgebung.
Viele Info´s beruhen natürlich auf Mund-zu-Mund-Propaganda und so dürfen sie natürlich angezweifelt werden.
Zum Auftakt: Wer oder was ist Prainha?
In Langform Prainha do Canto Verde, ein vergessenes Fischerdorf an der Sol Nascente von Ceará, etwa 120km südöstlich von Fortaleza. Anreise über die CE40 mit dem Auto (oder zu Fuss oder dem Fahrrad) bis kurz nach Quatro Bocas, an der Lagoa da Poeira dann links rein und immer gerade aus bis zum Anschlag (etwa 5km). Oder mit dem Bus (Sao Benedito) Richtung Aracati, Ausstieg an der Lagoa da Poeira und dann zu Fuss oder mit dem Motorradtaxi. Also easy. Zu Fuss zieht es sich allerdings schon ein bischen.
Was ist hier politisch los?
Interessiert ja eigentlich keinen Touristen, aber so als Abriss. Der Prefeito Marcos des Municipio wurde letztes Jahr wegen Korruptionsverdacht des Amtes enthoben. Als Ersatz setzte man Daniel aus der gleichen Familie ein und der erst ist jetzt auch raus, Herr Odivar hat das Ruder übernommen. Als erste Amtshandlung verkündete er, dass er keine vernünftige Politik machen könnte - weil die gesamte Buchhaltung des Municipio unauffindbar ist. Nun denn. Dann sind die ja erst mal mit suchen beschäftigt und wahrscheinlich gibt es zu diesem Thema so schell keine Neuigkeiten mehr. Auf jeden Fall nichts wirklcih neues.
zu Prainha:
Im Moment ist die schön geteerte Zufahrtsstrasse leider nicht mehr befahrbar. Eine Sanddüne versperrt den Weg. Man geht das letzte Stück also entweder zu Fuss (etwa 2-3km) oder lässt es bleiben. Hätte ich nicht den ganzen Weg meine Tochter tragen müssen, hätte ich auch ein paar Fotos gemacht. Aber so blieb die Kamera im Auto. Ja ich weiss, Weichei. Das als Einleitung, Fortsetzung folgt....und Fotos dann auch irgendwann.
zur Umgebung:
Praia do Paraíso, ist der nächste Strand 3km südöstlich von Prainha. Paraíso besteht aus fünf baugleichen kleinen Baraccas, die konsequent das ganze Jahr geschlossen haben, ausser zu Karneval. Sonst ist dort nichts. Mit nichts meine ich auch nichts. Also gar nichts, keine weiteren Häuser, kein Strom, kein Wasser, keine Menschen, keine Bäume, keine Palmen - nichts eben. Vielleicht sieht man ein paar Schaafe oder Wildpferde (eher nachts). Paraíso wird von einer Handvoll Fischer als Anlegestelle genutzt. Ende Gelände.
Genauso wie bei Prainha ist die Zufahrtsstrasse durch eine Sanddüne verschüttet, allerdings schon etwas länger. In etwa 5-6 Jahren dürfte die Düne wohl durchgewandert sein, dann kann man wieder hinfahren. Zu Fuss etwa 3km. Nehmt euch alles mit, was ihr braucht, da gibt es nichts - auch kein Wasser - und der Weg ist verdammt heiss und staubig.
Praia do Paraíso gehört zu PARIPUEIRA und nicht zu irgendeinem anderen etwa nochmal 10km entfernten Strand, wie auf so mancher Webseite fälschlisch geschrieben wird - wahrscheinlich aus Unwissen oder weil sich Paraíso natürlich besser anhört als irgendetwas anderes, was an Warapuru erinnert. Auch ist er bestimmt nicht einer der 10 schönsten Strände der Welt, wie es dort weiter fälschlisch heisst - aber es ist schon sehr schön und einsam.
Anreise über die CE40 bis Paripueira, neben der Kirche am Dorfplatz (etwa 2km) geht links eine unbefestigte Strasse rein. Die Strasse ist schlecht und während der Regenzeit nur sehr bedingt bis nicht befahrbar. Es gibt keine Transportmittel dort. Bis zum Strand sind es von der Kirche etwa 6-7km.
Zu Paraíso wird es keine Fortsetzung geben, es ist alles gesagt.
Hier ein Foto der DistrikthauptstadtParipueira, mit den ältesten Stadtrechten der ganzen Region. Hier ist Dornröschen zu Hause!
[
Zur Infrastruktur: Es gibt einen überdachten Mehrzweck-Sportplatz, eine Kirche, eine Schule (seit kurzem auch mit segundo grau), einen Dorfplatz, einen Posto de Saude, eine Post (wochentags von 8-9) und eine geschlossenen Polizeistation. Kolping hat auch ein Projekt vor Ort.
Es gibt keine Pousada und auch kein Hotel dort!!!!
Die Strasse von Paripueira nach Praia do Paraíso. Lindo!
Der Weg ist das Ziel!
Auf dem Weg von Paripueria nach Praia do Paraíso geht kurz vor der Sanddüne rechts ein kleiner Sandweg rein. Nach etwa 500m kommt man in eine Minisiedlung, Correia. Schätzungsweise besteht das aus einigen Häusern, die sich so verteilen, dass sie schlecht zu zählen sind.
In Correia gibt´s ein Schulprojekt, dass in erster Linie durch den Verein "O Semeador" aus Fortaleza getragen wird. Die Schule hat zwei Klassenräume für insgesamt max. 30 Schüler, es gibt etwas zu Essen für die Kinder, es ist alles sehr relaxed. Eine Mischung aus Kindergarten und Grundschule. Ein komplett nicht komerzielles Projekt - sem fins lucrativos!!!
Die Schule:
Die Küche:
Eins von zwei Klassenzimmern: (O ser na tradicao!!!!???)
Natürlich soll man auf dem langen Weg nicht verdursten und so kann man dann in der Bar von Dedé an der Südseite des Corrego do Sal dann auch Kaltgetränke bekommen und mit viel Glück auch etwas zu essen. Allerdings nur sonntags zwischen 10 und 18 Uhr.
Es läuft Forró. Und auch nur Forró. Dedé weigert sich konsequent andere Musik aufzulegen. Ser na tradicao, oder so.
Die Bar liegt etwa auf der Hälfte des Weges, man kann sie nicht übersehen:
Und so sieht´s aus, wenn man dort ist. Das kleine becheidene Häuschen zwischen den Palmen gehört zu Xuxa´s Urlaubsadressen. Anfragen auf Vermietung oder Kauf zwecklos. Der Ort ist mystisch und exclusiv reserviert, auch wenn sie über Jahre nicht kommt und dann nur ein paar Tage bleibt.
Die erste Etappe ist erschlagen.
Erwähnt sei noch einmal, dass es in keinem der Orte eine Unterkunftsmöglichkeit gibt. Im Freien zu übernachten oder zu Zelten ist nicht unbedingt ratsam.



1Danke
Paripueira, mit den ältesten Stadtrechten der ganzen Region. Hier ist Dornröschen zu Hause! 







Themenstarter







































