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Brasilien: 22 Prozent der Bevölkerung beziehen Sozialhilfe: Zitat von Hebinho Ja, ja, ( <---nun bitte die relevanten Teile des Zitates einfügen, Gruß Ursinho) Von der Kinderarbeit brachte ich Hier einen speziellen Fall. In meinem Umfeld, auch darüber berichtete ich. Sie 13 erstes Kind, ab von der Schule, Vater als Kinderproduzent tauglich, Mutter Putze ernährt die gesagte Familie
  1. #13
    Benutzer
    Registriert seit
    25.07.2007
    Ort
    Heute in Brasilien
    Beiträge
    79

    Standard hartes Los ....

    Zitat Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Ja, ja, ( <---nun bitte die relevanten Teile des Zitates einfügen, Gruß Ursinho)

    Von der Kinderarbeit brachte ich Hier einen speziellen Fall.
    In meinem Umfeld, auch darüber berichtete ich.
    Sie 13 erstes Kind, ab von der Schule, Vater als Kinderproduzent tauglich,
    Mutter Putze ernährt die gesagte Familie - Stall voller Kinder.
    Hat sich was geändert, derjenige der der 13J. schwängerte lebt jetzt in der Familie.
    Wenn wir Nachts den Restmüll raushängen werden die Kinder geschickt und kassieren den Müll.
    Selbst Biomüll (Hundekot, Gras ect.) kassiert man.

    Ich meine, dies alles ist Weitervererbung. Viele der Unterentwickelten kapieren nicht
    das es einen Weg hinaus gibt. Oder wollen es gar nicht wissen.

    Die andere Seite, so lange kein Familienmitglied dagegen vor geht interessiert es dem Rest nicht.
    Und denen es interessiert brauchen mehr als Überzeugungsarbeit.
    Fall aus der besseren Schicht. Geburtstagsfeier, sagt so´ne Junge: was wäre jetzt besser, Kinder beommen oder erst ´ne Ausbildung machen. Ich fragte wie alt sie sei und ob sie Kinder-Produzent lernen wolle. Sie soll erst einmal ein gescheiten Beruf erlernen und sich mal ausserhalb des Kaffs die Welt ansehen bevor sie an Kinder denkt. Kinder in die Welt setzen ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. Alle in der Runde sahen mich blasiert an!

    Mein Umfeld, alle Schichten! Professor, Hilfskrankenschwester, Agrarlehrer, danach folgt nur noch Favela. Betteln, ohne Erfolg, fast täglich. 99% nur Mütter die ihre Kinder in die Schule bringen und abholen. Wo es nicht geschied, gehen die Kinder erst gar nicht in die Schule zumal die Eltern nicht da sind und bei irgend einem Farmer malochen.
    Oder ich brauche mir nur die beiden Söhne meiner Frau ansehen. Zwei Welten!! Der eine sieht zu das es vorwärts geht dem anderen genügt der Job als Tellerwäscher. Beide gleich gute schulische Ausbildung, PC und Fremdsprachenlergänge. Letzter flog nach 14 Tagen aus dem Haus raus als ich Hier landete. Der hat seine Mutter regelrecht ausgenommen.
    Geändert von Ursinho4711 (5. October 2007 um 18:23 Uhr) Grund: Bitte keine ganzen Posts zitieren (vor allem keine solch langen)


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  2. #14
    User_11889
    Gast

    Standard

    Als "Weitervererbung" wuerde ich das lieber nicht bezechenen, denn das sieht dann doch zu sehr nach "genetische Weitergabe" aus!

    Es spielt letzten Endes bei vielen armen Familien auch eine gewisse Angst vor dem "Unbekannten" mit, zumindest habe ich das schon ein paarmal beim Besuch solcher Familien (die meistens nur aus der Mutter und mehreren Kindern bestehen< weil der Vater irgendwann das Weite gesucht hat) mitbekommen.
    Da wird dann beschwichtigend erklaert, dass es doch so eigentlich ganz gut funktionieren wuerde, aber ... Und schliesslich kenne man es aus seiner eigenen Kindheit auch nicht anders ....
    In Bayern sagt man dazu "Angst vor der eigenen Schneid' ".
    Dass aber auch anders geht, haben wir hier ebenfalls schon erlebt, denn es gibt auch Kinder solcher Familien, die aus diesem Teufelskreis ausbrechen wollen, leider aber dann immer wieder an die Falschen geraten und letztendlich irgendwo auf dem Strassenstrich, als Drogenkurier oder Handlanger eines Koehlers enden.
    Wir haben hier einen Jungen aus dieser Schule ein wenig "unter die Fittiche genommen", indem wir einfach die Kosten fuer das ganze Schulmaterial uebernehmen, mit Kleidung aushelfen und ihm vor einem Jahr eine Arztbehandlung bezahlten (er litt unter einer Hautkrankheit, die - nicht ansteckend - dazu fuehrte, dass er in der Schule als "Jacaré" (Krokodil) gehaenselt wurde und nicht mehr lernen wollte. Nun zeigt sich, dass er zu den intelligentesten an der Schule zaehlt und sind schon am ueberlegen, wie er in einem Jahr auf die weiterfuehrende Schule (2° grão) gehen kann. Die Mutter wird dazu alleine nicht in der Lage sein.
    Das Beispiel zeigt auch, dass hier einfach Privatinitiativen gefragt sind, denn ohne finanzielle Unterstuetzung waere in diesem Fall mit der Grundschule Schluss. Auch fehlt es gerade an dieser "Schnittstelle" zur weiterfuehrenden Schule von der oeffentlichen Seite aus an Unterstuetzung, zumindest seit hier in TdF der katholische Pfarrer zum Buergermeister gewaehlt wurde, der in dem Fall auf dem Standpunkt steht, wem geholfen werden muss, dem wird Gott schon helfen. So wurden Projekte zur Foerderung begabter Schueler aus armen Familien, die vorherige Buergermeister eingefuehrt und geplegt hatten, nach seinem Amtsantritt einfach gestrichen. Dafuer werden Strassen geteert und Quebra-molas gebaut auf Teufel-komm-raus!

    Und solange sich diese kleinen "Coroneis" an der unteren politischen Ebene durch Experimentieren und inkompetentes Verwaltungpersonal die Nase und sonstnochwas vergolden, politische Seilschaften quer durch die Verwaltungsebenen bis hinauf nach Brasilia gepflegt und gehegt werden, wird es hier in Brasilien auch kaum moeglich sein, die Leute aus der untersten Unterschicht herauszuholen! Die bleiben dort und muessen im Gegenteil meistens noch feststellen, dass der "fundo do poço" noch ein oder mehrere Untergeschosse hat!

    Ein - manchmal - verbitterter Hebinho

  3. #15
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    25.01.2006
    Ort
    torre de marfim
    Beiträge
    406

    Standard Auf die Frage

    Se alguem é eleito para um cargo público, deve usá-lo em benefício próprio, como se fosse sua propriedade?

    Antworten die Brasilianer folgendermassen:

    Discorda Concorda

    Analfabeto 60% 40%

    Até a 4ª Serie 69% 31%

    Da 5ª à 8ª Serie 83% 17%

    Ensino Medio 95% 5%

    Superior ou mais 97% 3%

    Quelle: A cabeça do brasileiro, Roberto Carlos Almeida, Record
    ISBN 978-85-01-07901-5

    In demselben Buch findet sich folgender Absatz, den ich hier mal übersetzt wiedergebe:
    (Frei übersetzt)
    Die Änderung ist langsam, allerdings unaufhaltsam. Brasilien bewegt sich sehr langsam in Richtung Modernität. Viel wurde schon verwirklicht. Viel muss noch gemacht werden, insbesondere in Bezug auf das Bildungswesen. Wenn das Angbot an Hochschul- und Gymnasialbildung breiteren Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt und auf allen Ebenen des Schulwesens die Qualität verbessert wird, wird das nicht nur eine enorme Auswirkung auf die Produktivität der Arbeit haben, sondern auch auf die Werte welche das archaische vom modernen trennen.

    Die Pesquisa Social Brasileira (Ein aufgrund von Umfragen durchgeführte Soziologische Studie) hat aufgezeigt das Roberto DaMatta (bras. Sozialanthropologe) in vielen seiner Behauptungen richtig liegt: Brasilien ist hierarchisch, Familienbezogen, Patrimonialistisch und weist viele andere adjektive auf die Rückstand bedeuten..... Man muss allerdings eine wichtige Einschränkung machen. Das Land ist kein einheitlicher Block sondern vilemehr eine tief geteilte Gesellschaft.
    In Wirklichkeit handelt es sich bei Brasilien um zwei Länder die sich durch die Mentalität unterscheiden. Eine Gesellschaft im Konflikt. Während sich die "niedere" Klasse" Werte vertritt die sich langsam auflösen bzw. absterben, richtet sich die gehobene Klasse nach vielen sozialen Prinzipien aus die in Ländern der 1. Welt dominieren.

    ------------------

    Viele Aussagen des Buches scheinen offensichtlich. Zu Bedenken ist aber, dass erstmals eine statistische Grundlage geschaffen wurde.

    @Hebinho
    A esperança é a ultima que morre e a luta continua.
    Sabe o que eu acho? Eu acho coisas perdidas!

 

 
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