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Lebensqualität in Brasilien??: Zitat von Hazla ola Yenz, Rücksicht und Tolleranz gegenüber seines Mitmenschen sollten doch zum Bestandteil einer jeden Gesellschaftsform gehören. Hm. Diese Traum- und Wunschvorstellung habe ich in noch keinem Land gesehen. Fast ueberall sind doch die Menschen nichts anderes als "Schweine am Trog". In Brasilien sicherlich mehr als in Deutschland,
  1. #7
    Yenz
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Hazla Beitrag anzeigen
    ola Yenz,
    Rücksicht und Tolleranz gegenüber seines Mitmenschen sollten doch zum Bestandteil einer jeden Gesellschaftsform gehören.
    Hm. Diese Traum- und Wunschvorstellung habe ich in noch keinem Land gesehen. Fast ueberall sind doch die Menschen nichts anderes als "Schweine am Trog". In Brasilien sicherlich mehr als in Deutschland, weil es dort auch keinen "Sozialstaat" gibt.

    Betr. verarscht werden: Es gilt ueberall Dein Geld so spaet wie moeglich auszuhaendigen, ggf. in einzelnen Tranchen die Du von Teilerfolgen abhaengig machst.

    Du erscheinst mir naiv, blaueugig und vertraeumt. Sorry, dies ist mein Eindruck.


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  2. #8
    User_11889
    Gast

    Standard

    Wobei man ergaenzend dazusagen solte, dass es bei der Begriffsbestimmung "Nordeste" schon ein paar grosse Unterschiede gibt! In dem Teil des Nordeste, in dem ich mich befinde (Im Blinddarm Bahias) sieht das alles schon wieder anders aus. Hier war das, was Hazla schildert, vor etwa 10-15 Jahren noch gang und gaebe.

    Hazla scheint ja auch in einem sehr kleinen Staedtchen zu leben, denn offensichtlich gibt es allein an Baeckern dort keine Auswahl.

    Leider machen viele Europaer (ich sage einmal bewusst nicht Deutsche, denn ich kenne auch etliche Portugiesen, die hier in BR eine zweite Heimat gefunden haben und ebenfalls in zwei Gruppen unterschieden werden koennen) immer den Fahler, sich nur unzureichend ueber das neue Zuhause und alle Randbedingungen zu informieren, tauchen hier dann mit einer meist (fuer die neue Heimat) nicht realistischen Erwartungshaltung auf und sind nach kurzer Zeit todtraurig, weil das, was sie hier vorfinden, nicht dem entspricht, was sie sicher erhofft hatten.

    Man darf sich eben vorher nicht nur ueber Brasilien als Land informieren, sondern muss sich schon sehr intensiv mit der Gegend in Brasilien auseinandersetzen, die man sich ausgeguckt hat! Und seltsamerweise zieht es die meisten Europaeer in den Nordosten, mag sein wegen des Klimas und der Straende, wer weiss? Und das der Nordosten das "Armenhaus" Brasiliens ist, ist auch allgemein bekannt.

    Am einfachsten ist es, sich einfach in einer Art Abwaegeprozess die positiven und die negativen Seiten gegenueberzuhalten und sich zu fragen, was bin ich bereit, in Kauf zu nehmen, um das zu erhalten, was ich mir vorgestellt habe?

    Und wenn hier die Bilanz zeigt, dass alles Negative ueberwiegt, dann muss ich eben entweder eine andere Ecke in Brasilien waehlen oder in Europa bleiben.

    Es waere mal interessant, hierzu Meinungen von Forumsmitgliedern zu hoeren, die sich den Sueden Brasiliens (Santa Catarina und abwaerts) als Bleibe ausgesucht haben, wie die Situation im Vergleich zur Erwartungshaltung dort ist.

    Ansonsten schliesse ich mich auch dem an, was Yenz dazu zu sagen hatte.

    In diesem Sinne
    Geändert von Ursinho4711 (18. September 2007 um 21:15 Uhr) Grund: neuer Thread
    Hazla sagt Danke.

  3. #9
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    28.10.2003
    Ort
    Itacaré-Bahia
    Beiträge
    152

    Standard

    das Volk ist in der Tat nicht dumm:

    Im Gegensatz zu uns bestellen bzw. kaufen sie, bezahlen die 1. und somit die letzte Rate, erhalten die Ware und lächeln.
    Hazla und Rioguide sagen Danke.

  4. #10
    Neuer Benutzer
    Themenstarter

    Registriert seit
    15.09.2007
    Beiträge
    21

    Daumen hoch

    Meine Frau stammt aus Recife und ich habe mich absichtlich wegen der angeblich niedrigen Kriminalitätsrate für den Bundesstaat PB entschieden, doch wie gesagt ein Schuß in den Ofen. Danach bekommt man immer die Rechnung serviert, nach dem Motto ich habe es Dir ja immer gesagt dort zieht man nicht hin. Bla bla bla...
    Klar ich/wir sind des Klimas hier, im Süden mag es sicher etwas zivilisierter zugehen, doch wie gesagt ich liebe das warme Klima. Kluge Köpfe sagen nun, man kann nicht alles haben - Richtig! Hätte aber auch gut gehen können.
    Doch jeder hat mich belogen und eine goldene Zeit um Joao Pessoa prophezeit, doch nun habe ich gelernt zwar etwas zu spät aber immer hin traue keinem und glaube nur was man selber sieht. hast Recht ich war zu Blauäugig, doch wem oder was soll man glauben????

    Ihr habt sicher recht und kann nicht wiedersprechen entweder man akzeptierts oder man verschwindet.

    Doch ich sehe Ihr habt eine bessere Einstellung/Erfahrung über die Brasilianische Lebensart somit habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
    Danke Euch!!
    Geändert von Ursinho4711 (18. September 2007 um 21:16 Uhr) Grund: neuer Thread

  5. #11
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    28.10.2003
    Ort
    Itacaré-Bahia
    Beiträge
    152

    Standard

    hallo Hazla,

    ich danke dir ebenfalls für deine Beiträge.
    Du bist sicherlich genervt, enttäuscht und gefrustet von Brasilien, schreibst aber trotzdem nicht ´hassvoll´.

    Ich hoffe, du schreibst noch mehr, das Thema ist im Forum eher selten, obwohl es für viele hilfreich ist.
    Wer weiss, vielleicht findest du doch noch einen Draht zu dem durchaus verrückten Land bzw. dem halbwilden Norden.

    Einige deiner negativen Erfahrungen kann ich nachvollziehen, speziell die Musiklautstärke.
    Es gibt Situationen, wo ich spüre, dass auch in mir ein Mörder steckt.

    Eine Frage am Rande: arbeitest du hier ?
    Das mitgebrachte Säckchen ist meist schneller weg als man denkt.
    Dann wird es ernst.

    Neto
    Hazla sagt Danke.

  6. #12
    patecuco
    Gast

    Standard

    Ein Hauptübel ist, immer alles zu vergleichen.

    Erstens ist es in D oder xy-Land wirklich so toll gewesen, hat immer alles funktioniert...? Kann mich noch erinnern wie umständlich es war einen Kindergartenplatz zu bekommen und sofort sowieso nicht, da sind die Beamten zu faul zu. In Brasilien gehts am nächsten Tag, natürlich ein privater, der kostet aber trotzdem 1/3 von dem in D. Dann wollen alle einem reinreden was man zu tun und zu lassen hat, fängt mit dem Getränk das man den Kindern mitgeben darf an, alle sollen Tee trinken und Saft ist nicht erlaubt. Heiligs Blechle, in Deutschland gibts auch Trottel und die haben sogar ein Diplom.

    Das Leben mag einfacher zu planen sein, leider hat man aber aufgrund der vielen Verpflichtungen keine Zeit zu nix und sei es nur der Freizeitstress. Wenn man noch Zeit hat, fehlts vielleicht am Geld. Vom finanziellen Aspekt wird man in D auch betrogen wenn man nicht aufpaßt, mit schönen Verträgen und top geschulten Schwätzern, dort hat man aber den Vorteil, daß man sich gut auskennt und nicht in jede Falle tappt, bzw. sich zu wehren weis.

    Ich habe bisher in 8 Ländern gearbeitet und ca. 60 bereist, außer in Australien wäre ich nirgends für immer geblieben und dort waren viele Kontakte auch nicht gerade der intellektuellen Art, meist ging es um Bier und Weiber, auf den stations noch um Schafe, in den goldfields um Gold, in Cooperpedy um Opale, an der Goldcoast ums surfen, ansonsten war es überall eine zeitlang schön, und dann muß man weiterziehen.

    Wir werden dieses Jahr auch nach BR ziehen, wo wir dann seßhaft werden wird sich zeigen, geplant ist eher der Süden. Zuerst ist aber die Verwandtschaft unser Anlaufpunkt. Verwandtschaft ist weltweit nicht lange zu ertragen, auch wenn alle eigentlich ganz nett sind, fehlt mir dort irgendwie die Initiative, sind alle zu sehr in ihrem Trott festgefahren und wollen da auch nicht raus. Freizeitaktivität ist zusammen Bier trinken und tratschen. Das lähmt eigene Initiative, sogar meine.

    Allerdings konnte ich das auch in D feststellen, nur suche ich mir dort ein mir geeignetes Umfeld an Bekannten, die mir zusagen. Vielfach hat man im Ausland lebend einfach zuwenig interessante Kontakte, das macht die Sache schnell fad, am schlimmsten waren 18 Monate Algerien. Einen guten Freundeskreis aufzubauen ist sicher schwerer wenn man schon älter ist, bei uns funktioniert es meist aber über die Kinder.

    Falls es nicht so wird wie wir es uns vorstellen, muß man halt sein Ränzlein schnüren und weiterziehen.
    Hazla sagt Danke.

 

 
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