Hallo,
vermutlich erleben wir Behördenschwierigkeiten wie viele brasilianisch-deutsche Paare, aber vielleicht kann uns trotzdem jemand hier nützliche Tips geben!
Ich habe also 2005 in Brasilien eine verheiratete, aber längst getrennt lebende, Frau kennengelernt. Nachdem sie 3 Monate in Deutschland war, war klar, dass wir zusammenbleiben wollen. Visaantrag für Deutschkurs gestellt, wurde von der AB abgelehnt ("Verdacht auf unerlaubte Familienzusammenführung").
Also erstmal ihre Scheidung hinter sich bringen. Problem ist, dass der Mann in Brasilien Ausländer ist und nur noch deshalb verheiratet sein will, bis er die Möglichkeit hat, einen brasilianischen Pass zu erhalten. Der ist beantragt, seit 1,5 Jahren, aber das dauert halt alles ein bischen.
Scheidung ist seit Sommer 2007 incl. Anwalt offiziell beantragt: erster Gerichtstermin September, der Mann war einfach nicht da; zweiter Termin jetzt im Dezember, der Mann war wieder nicht da (schließlich hat er kein Interesse daran, weil er sonst Brasilien verlassen müsste).
Offenbar müsste das Gericht jemanden mit einem offiziellen Schreiben bei ihm vorbeischicken, was aber bisher einfach keiner macht. Stattdessen haben sie ihn angerufen, was aber keine offizielle Einladung zum Gerichtstermin ist.
Ich habe nicht den Eindruck, dass wir trotz Anwalt vor Ort irgendwie vorwärts kommen. Da heißt es immer, es ist jetzt ja alles soweit auf die Wege gebracht, mach die keine Sorgen...
Insgesamt pendelt meine Freundin jetzt seit 2 Jahren hin und her. 3 Monate hier, 3 Monate dort. Abgesehen vom Geld, nervt die Situation ungemein.
Letztendlich habe ich die konkreten Fragen:
- wie können wir die Scheidung möglichst schnell durchkriegen, auch wenn der Mann nicht vor Gericht auftaucht?
- wie schnell dürfen wir dann heiraten (früher gab es wohl eine einjährige Wartezeit, die es nach einem neuem Gesetz wohl nicht mehr gibt)
- gibt es bei den Dokumenten für die Hochzeit neue Probleme zu erwarten?
Vielen Dank für jeden Hinweis,
Toni




