Hallo!
Aufgrund der neuen Regelungen kommen immer weniger Ausländer zu ihrem Ehepartner in Deutschland berichtet die Stuttgarter Zeitung am 30. Juli 2008. Gegenüber dem Vorjahresquartal kommen aus den 15 wichtigsten Herkunftsländern im zweiten Quartal 2008 23 Prozent weniger Ehegatten nach Deutschland. Waren es im letzten Jahr noch 7245, so sind es dieses Jahr nur noch 5567. Diese Zahlen veröffentlichte die Bundesregierung aufgrund einer Anfrage der Linkspartei. Der Rückgang hat sich gegenüber den vorherigen Quartalen etwas abgeschwächt. Dies sei auf eine Ausweitung der Kursangebote in den betroffenen Ländern, insbesondere der Türkei, zurückzuführen.
Trotzdem stellen die neuen Regelungen viele vor finanzielle und logistische Probleme. Berichtet wird von einer Chinesin, die drei Flugstunden von Peking entfernt wohnt und für den Sprachkurs in die chinesische Hauptstadt ziehen muss. Oder von einer schwangeren Syrerin, die den Weg von 1000 Kilometer bis Damaskus oder 800 Kilometer bis nach Aleppo auf sich nehmen muss.
"Auch Lernsoftware sei oft - wegen mangelnder Stromversorgung etwa in Kenia - keine Alternative. 'Man darf nicht so tun, als ob es in jedem Winkel der Welt einen Internetzugang gäbe', sagt Hiltrud Stöcker-Zafari von der Bundesgeschäftsstelle" des Verbandes binationaler Familien.
"Die Vorschrift 'stellt einen schweren Eingriff in das Grundrecht auf besonderen Schutz von Ehe und Familie dar', sagt die migrationspolitische Sprecherin" der Linkspartei Sevim Dagdelen.
Die Expertin des Verbandes binationaler Familien Stöcker-Zafari setzt auf die Justiz. "Ob die Vorschrift Bestand habe, werde letztlich durch das Verfassungsgericht entschieden, sagt sie".
Hier noch eine aktuelle Info zu einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes:
http://www.verband-binationaler.de/s...iss_Juli08.pdf
Gruss
Thomas



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