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Mit dem Container nach Brasilien.: Zitat von Ursinho4711 Olá und seja bem vindo! FF Ursinho (ich würde das mit dem Container sein lassen: alles verkaufen soweit möglich, mit TAP 2*32 Kilo ausnutzen und den Rest per Post schicken) Und dann gibt es bei der TAP auch noch die Moeglichkeit, neben den normalen 64 KG fuer
  1. #7
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    Standard AW: Mit dem Container nach Brasilien.

    Zitat Zitat von Ursinho4711 Beitrag anzeigen
    Olá und seja bem vindo!

    FF
    Ursinho
    (ich würde das mit dem Container sein lassen: alles verkaufen soweit möglich, mit TAP 2*32 Kilo ausnutzen und den Rest per Post schicken)
    Und dann gibt es bei der TAP auch noch die Moeglichkeit, neben den normalen 64 KG fuer 150 € pro Koffer mit je 32 kg nochmals zusaetzlich Gepaeck mitzunehmen. Falls es sich bei Dir um ein VIPER handelt, lass Dir vom Konsulat zusaetzlich eine Bescheinigung geben, das es sich um einen Umzug handelt. Das kostet glaube ich nochmals ein paar Euro und Du kannst bei der Einreise (fast) unbehelligt durch den Zoll, auch mit mehreren Koffern.



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  2. #8
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    Standard AW: Mit dem Container nach Brasilien.

    @Matthias.

    Das Thema wurde hier ja schon ausgiebig diskutiert. Trotzdem möchte ich ergänzend noch einmal unsere eigenen Erfahrungen dazu einbringen.

    Nach internationalen Regelungen ist die Einfuhr von normalem Hausrat zollfrei, auch bei neuen Artikeln. Die dürfen allerdings dann 5 Jahre lang nicht veräußert werden, bzw. es müßte dann nachverzollt werden. Nur wer kontrolliert das.

    Das Problem ist, dass in Brasilien der Zollbeamte vor Ort entscheidet, ob man Zoll bezahlen muss oder nicht. Man kann sich wehren und sich auf internationales Recht berufen, nur dann bleibt der Container halt erst Mal stehen und das kostet jeden Tag Geld. Mir ist der Fall einer Amerikanerin bekannt, die nach monatelangem Kampf um ihr Recht irgendwann aufgegeben hat, ihren Container zurückschicken ließ und Brasilien verlassen hat. Also, auf sein Recht bestehen ist in diesem Fall wohl nicht sinnvoll.

    Wir sind so vergegangen. Zuerst allgemeine Infos übers Internet und natürlich vorrangig über dieses Forum hier. Damals kamen auch noch gute Antworten z.B. von Chechel . Schade, dass man nichts mehr von ihm hört. Das nur am Rande.

    Dann haben wir uns per Anruf bei der Receita Federal in Recife einen Despachanten empfehlen lassen. Danach diverse Telefonate mit diesem Despachanten mit dem Tenor "was dürfen wir einführen, wie machen wir das mit den neuen Sachen, wie ausführlich muss die Ladeliste sein, etc."! Abschließende Frage: "Brauchen Sie etwas aus Deutschland ?" Er brauchte und zwar Tintenpatronen für einen amerikanischen Drucker. Habe ich für ein paar Euro gleich in dreifacher Menge besorgt.

    Die Frage nach dem "WAS" eingeführt werden darf, halte ich für wichtig. Nach brasilianischem Recht dürfen z.B. keine Geräte mit Verbrennungsmotor von Privat eingeführt werden, weder gebraucht noch neu. Kann aber sein, dass der Despachante sagt "Kein Problem, Deine Motorsäge und Deinen Rasenmäher kannst Du mitnehmen"! Auto geht natürlich nicht.
    Dann eine ordentliche Spedition suchen (bei uns war's Schenker) und los kann`s gehen.

    Unser Container kam ein paar Tage nach uns in Brasilien (Porto de Suape) an und dann erstes Treffen mit dem Despachanten.
    Eine der ersten Aussagen/Fragen "Das ist eine Rolex an Deinem Arm?!" Schau schau, der Junge ist wief, war mein erster Gedanke, kein Fehler! Bis heute übrigens der einzige Brasilianer, der das erkannt hat und das ist auch gut so. Während unseres Aufenthalts in Pernambuco wurde dann sowieso alles an Schmuck und Werstsachen sinnvollerweise im Tresor eingemottet.

    Nächste Frage "was kosten die Tintenpatronen?" Na was wohl !! Auf unsere Bitte nach möglichst rascher Abwicklung bekamen wir die Zusage auf ca. 10 Tage. Es wurden dann fast 20 Tage daraus, trotz drängender Anrufe, aber das war auch noch ok, denn wir waren ja schließlich in Brasilien. Danach Transport organisieren (Preisunterschiede bis zu ca. 50%!) und ab Richtung Porto de Suape. Nach ein paar Stunden Wartezeit kam unser Despachante, grinste und meinte "Transportgut wurde als Hausrat anerkannt, Container wird nicht geöffnet, Ihr könnt ihn gleich mitnehmen". Dann haben wir seine Entlohnung noch etwas "aufgerundet", dann das zusätzliche Vorhängeschloss und die Plombe am Container auf Unversehrtheit überprüft und ab ging's nach Hause.

    Kleine Ergänzung. Auf einen Rat hatten wir damals Gott sei Dank nicht gehört und zwar auf die Empfehlung "verkauft alles und nehmt nur das Wichtigste mit". Zum Einen bekommt man heutzutage in Deutschland -im Gegensatz zu Brasilien- für gebrauchte Sachen so gut wie gar nichts, nicht einmal für Markenmöbel wie Rolf Benz, Ruf oder Interlübke. Zum anderen hatten wir bei vorherigen Besuchen in Recife schnell festgestellt, dass die meisten Sachen in Brasilien erheblich teurer und dazu oft noch von schlechter Qualität sind, ganz zu schweigen von dem teueren Schrott an Möbeln im Stil der 50ger/60ger DDR, der im Nordosten angeboten wird. Dummerweise hatte ich mich von meiner Frau breitschlagen lassen, dass wir unser top Schlafzimmer nicht mitnahmen und einer Schwester von ihr in Deutschland schenkten.
    Das Beste, was wir in Recife nach tagelanger Suche gefunden hatten, war dann ein Schlafzimmer, was in Deutschland mit Sicherheit absolut unverkäuflich wäre und das nicht nur wegen des Preises. Ein Bett mußten wir für richtig teueres Geld anfertigen lassen, denn eine normale deutsche Matratze mit 90 X 200 cm, das mal 2, also 180 X 200 cm gesamt ist hier in Brasilien "King Size"-Größe. Obwohl meine Zeiten als "wilder Hengst " schon lange Zeit vorbei sind, hat dieses Bett keine 6 Monate gehalten und mußte dann von einem Schreiner -wieder für teueres Geld- instandgesetzt werden, da einige Teile offensichtlich nicht aus Holz, sondern aus einer Art Presspappe gefertigt waren. Da der Hersteller in Recife zwischenzeitlich nicht mehr existierte, konnten wir auch nicht reklamieren.

    Heute wissen wir, dass es in Brasilien sehr wohl Hersteller von hochwertigen Möbeln gibt, allerdings recht teuer und fast ausschließlich im Stilmöbelbereich und diese Hersteller sitzen vorrangig hier in Gramado und São Bento do Sul; nur bieten die nicht in Nordbrasilien an, da dort laut Aussage eines Herstellers mit Einzelhandelskette (Masotti/Gramado) einfach kein Bedarf an hochwertigen Möbeln besteht. Die mit Abstand meisten Möbel dieser Hersteller gehen übrigens in den Export.

    In vielen Threads hier wird immer pauschal von "Brasilien" gesprochen und dem widerspreche ich zum wiederholten Mal, denn es sind einfach Welten zwischen Nord- und Südbrasilien und genau darauf sollte sich aus meiner Sicht jeder Europäer einstellen, der nach Brasilien umsiedelt.

    Es kann Jeder darüber denken, was er will; meine Empfehlung ist ganz klar MITNEHMEN WAS GEHT UND DEN CONTAINER BIS ZUM RAND VOLLSTOPFEN!

    War jetzt ein bischen ausführlich, aber vielleicht hilft Dir (oder auch Anderen) die eine oder andere Erfahrung von uns etwas weiter. In diesem Sinne viel Erfolg!
    Abraços
    BR

  3. #9
    Benutzer
    Registriert seit
    26.09.2007
    Beiträge
    43

    Standard AW: Mit dem Container nach Brasilien.

    Hallo Forumsgemeinde

    da ich ja Logistiker/Spediteur bin und nun seit 1 1/2 Jahren in einer Int. Umzugsspedition arbeite, findet Ihr attached die Regulations.

    Meine Erfahrung hat gezeigt, das ich bis jetzt ca. 20 x für Brasilien anbieten durfte, aber keinen Auftrag erhielt !!! Dieses wegen den Kosten und Abgaben. Praktisch niemand hat die Anforderungen erfüllt für die Zoll- und Steuerfreie Einfuhr !!
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien

 

 
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