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Staatliche-, oder private Kv: Ich halte es fuer wichtig, sich darueber vor der Auswanderung auch Gedanken zu machen. Ist wahrscheinlich nicht das 1. Mal, dass es hier im Forum auftaucht, aber ich glaube, dass das Thema so wichtig ist, dass ich was dazu schreiben wollte. Ich kann dazu was ueber den Bundesstaat Alagoas in
  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Beiträge
    2.671

    Standard Staatliche-, oder private Kv

    Ich halte es fuer wichtig, sich darueber vor der Auswanderung auch Gedanken zu machen. Ist wahrscheinlich nicht das 1. Mal, dass es hier im Forum auftaucht, aber ich glaube, dass das Thema so wichtig ist, dass ich was dazu schreiben wollte.

    Ich kann dazu was ueber den Bundesstaat Alagoas in Brasilien schreiben.
    Da ich Maceió, die Bundeshauptstadt, schon 10 Jahre kannte, hab ich schon in den ersten Tagen meiner Uebersiedlung eine gute, private KV abgeschlossen. Sie schlaegt z.Zt. mit ca. Euro 100,00/Monat zu Buche, laege aber fuer einen, der heute hierhin auswandern wuerde und wie ich schon 48 ist (43 bei Auswanderung), eher bei Euro 200,00/Monat. Die jaehrliche Erhoehung der Beitraege wird vom Staat festgelegt und ist an die Inflation gekoppelt (nach meiner Erfahrung der letzten 5 Jahre lag sie ungefaehr 1 % unter der Inflationsrate; bei neuen Behandlungs-, Untersuchungsmethoden die der Staat den Versicherungen aufzwingt ihren Kunden anzubieten, kann das natuerlich auch mal anders sein, also eine Erhoehung um mehr als die Inflationsrate. Ich warte darauf, weil genau das vor hmmm... so 2 Monaten passiert ist).
    Die SUS (sistema unica de saude), die staatliche, kostenlose KV, kannste hier absolut vergessen. Da stirbst du in der Schlange, waehrend du auf eine Behandlung wartest.
    Einmal konnte ich mich persoenlich von der Untauglichkeit dieses Systems ueberzeugen, abgesehen von Beispielen aus meinen Familien und Freundeskreisen hier: Ich hatte mir boese den grossen Zeh angestossen und bin von meinem Kumpel in das staatliche Unfallkrankenhaus gefahren worden. Als ich schliesslich zum Arzt kam, sagte der am Schreibtisch sitzend: "Is nich gebrochen, sonst waerste nicht in der Lage gewesen, hierhin zu humpeln."
    Der hat mich nicht einmal beruehrt, geschweige denn ein Roentgenbild in Auftrag gegeben. Ich Depp hab ihm vertraut. Als ich dann nach 6 Wochen wieder in D. war und der Zeh immer noch ein wenig schmerzte, bin ich dann zum Arzt. Das Roentgenbild gab klare Auskunft: Zeh war gebrochen. Zum Glueck hab ich ausser einem Knubbel am Zeh nichts wirklich Schlimmes uebrigbehalten.
    Hier in den taeglichen Sendungen ueber Gewalt, Verbrechen und anderen Problemen des Bundesstaates sind die Reporter oft bei Leuten, wo ein Familienmitglied am verrecken ist und kein Schwein von der SUS kuemmert sich darum, oder die Polizei muss eine viele Stunden wartende Menschenschlange daran hindern, die Krankenstation in eine Frittenbude zu verwandeln, weil man mal wieder mal nicht drangekommen ist.
    In vielen Bundesstaaten wird es so sein wie hier. In ganz wenigen soll die SUS funktionieren.
    Also Brasilienauswanderwilliger: Eine private KV unbedingt einkalkulieren und die ist nicht billig, wenn sie was taugen soll. Fuer Interessierte: Googelt mal nach: UNIMED, BRADESCO SEGUROS, oder AMIL (meine). Natuerlich gibt es noch unzaehlige Andere, aber die 3 gehoeren wohl zu den Besseren.
    Zu den Aufnahmebedingungen:
    Die priv. Krankenversicherer muessen dich aufnehmen, aber es gibt gesetzlich geregelte Wartezeiten. Bei Vorkrankheiten (oder wie heist das nochmal?) gilt eine Wartezeit von 2 Jahren (in meinem Fall war es die chronische Hep B meiner Exfrau. Bittere Geschichte, aber das ist ein anderes Thema). Medikamente sind nicht mit drin. Es wird auch nicht Alles versichert. Bei meiner darf ich das Herzlein und die Nierchen schon belasten, die Leber aber nicht .



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  2. #2
    Benutzer
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    29.07.2008
    Beiträge
    98

    Standard AW: Staatliche-, oder private Kv

    Ich halte es für durchaus sinnvoller sich in Deutschland privat kranken zu versichern mit einem Weltgeltungstarif. Einziger Nachteil ist, dass man sich in Deutschland nur dann privat krankenversichern kann, sofern gesundheitlich alles OK ist ansonsten muss man mit Risikozuschlägen oder gar Ablehnung der Gesellschaft rechnen (nur in diesem Falle empfehle ich dann eine brasilianische Krankenversicherung).Beispielsweise würde ich bei Preisbewussten Interessenten empfehlen, einen gewissen Selbstbehalt zu vereinbaren oder Zahnleistungen beispielsweise ganz weg lassen (und diese bei Notwendigkeit aus eigener Tasche zu bezahlen da Zahnärzte in Brasilien günstiger sind als in Deutschland) und eine Absicherung nur im ambulanten (für Arztbesuche) und stationären (im Krankenhaus) bereich wählen (da diese auch in Brasilien sehr teuer sein können).

    Folgender Beitrag würde ein 40 jähriger Mann für eine deutsche Krankheitskostenvollversicherung (ohne Zahnleistung) mit Weltgeltung und einem Selbstbehalt von max. ca 350€ jährlich bezahlen:

    ca. 141 € monatlich

    bei einer 40 jährigen Frau ca. 225 € monatlich!



    (Medikamente sind in diesem Tarif sofern ärztlich verordnet auch mitversichert und ansonsten auch topp Leistungen).



    Was die Beitragsentwicklung angeht entspricht diese ebenfalls in etwa der Inflation.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
    Themenstarter

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    Beiträge
    2.671

    Standard AW: Staatliche-, oder private Kv

    Willst Du Dich, wenn denn der schreckliche Fall eintritt, dass man eine gute KV braucht - und das gilt ja nur fuer Extremfaelle, wo man nicht mehr so fitt ist, sich um eine 10.000 km entfernt abgeschlossene KV zu kuemmern - dem Risiko wirklich ausliefern.
    Ich nicht.
    Leider ist Dein Beitrag bis jetzt nicht stichhaltig, auf eine private KV, in Brasilien abgeschlossen, im Budget eines Auswanderwilligen einkalkuliert, zu verzichten..

    _________________________________
    Es gibt in Brasilien noch viel zu tun.
    Helfen wir doch dabei.

    Gruesse aus Maceió
    Thomas


  4. #4
    Neuer Benutzer
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    19

    Standard AW: Staatliche-, oder private Kv

    Also für 141 Euro krieg ich in D für D keine Priv.KV.
    Zahle derzeit ca. 350 p.M. mit ca. 900 € SB p.a.
    Für Reisen schliesse ich separat etwas ab.

    Würde ich in BR wohnen, so würde ich die dt.PKV kündigen, denn das wären derzeit mehr als 950 Reais im Monat... dann würde ich auch einen plano de saude abschliessen, wahrscheinlich eher Unimed.

    VG b.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
    Themenstarter

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    Standard AW: Staatliche-, oder private Kv

    UNIMED ist wohl mit die Bekannteste ueberhaupt.
    Ich hab vor 5 Jahren die UNIMED nicht genommen, weil sie damals in Alagoas (weiss nicht, ob die UNIMED noch heute von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich geleitet wird) pleite- und im Wiederaufbau begriffen war (hab mitbekommen, dass UNIMED-Mitglieder in dem Krankenhaus meiner Wahl, nicht mehr behandelt worden sind, aber ich schon).
    BRADESCO SEGUROS wollte ich mir nicht leisten, weil sie angeblich damals die Beste, aber auch Teuerste war und meine "BLUE LIFE" als um die 2.-Beste galt und viel guenstiger war. Sie ist vor Kurzem von "AMIL" gekauft worden, bzw. Teile davon. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht nachgeforscht habe, was das fuer mich bedeutet, aber ich habe sie danach noch mehrmals in Anspruch genommen und es war jedesmal absolut problemlos.
    Fuer Alagoas kann ich noch hinzufuegen, dass die UNIMED sich - leider nur aus "Hoehrensagen", also eine, an den Stammtisch zu verbannende Bemerkung eigentlich ; ich glaube halt an intelligente Forenbenutzer - seid dem Crash, gut bis sehr gut entwickerlt hat.

    Aber nochmal kurz zum Anfang:

    Ich ziehe eine private KV der kostenlosen gesetzlichen vor.


  6. #6
    Benutzer
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    98

    Standard AW: Staatliche-, oder private Kv

    Hallo Burundanga,

    "Also für 141 Euro krieg ich in D für D keine Priv.KV.
    Zahle derzeit ca. 350 p.M. mit ca. 900 € SB p.a.
    Für Reisen schliesse ich separat etwas ab."

    - Der Monatsbeitrag in Höhe von 141 € ist der Beitrag für eine priv. KV in DfürD mit uneingeschränkter Weltgeltung für einen 40 Jahre alten Mann!
    Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen Bausteintarif! Zahnleistungen sind in diesem Beitrag nicht mit eingerechnet nur die Absicherung für Arztbesuche und Krankenhaus sind für diesen Beitrag versichert.
    Gesellschaft: AxA, Tarif: ELBonus (ohne Zahnleistungen) Selbstbehalt 360€/Jahr! kann Dir gerne ein Angebot zusenden wenn Du mir nicht glaubst

 

 
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