WDR, Sonntag 0:45 Uhr
aus dem Inhalt:
André ist darin der komische Held, am Anfang kauft er Streichhölzer mit seinen letzten Münzen und verbrennt dann in einer abgelegenen Ruine einen Haufen Geld. Während seiner Arbeit am Photokopierer im Paper-Shop hat er gelesen, dass Geld Papier sei, das nach einer undurchsichtigen Übereinkunft für wertvoll gehalten wird. Andrés Bildung setzt sich, adäquat zum Zeitalter des Internets, aus Bruchstücken zusammen: hier ein Shakespeare-Sonett oder Zeichnungen von Keith Haring, da ein Essay über Roosevelt oder die Abenteuer von Don Quijote. Die fulminante Hommage auf die Kunst des Zitierens wird zur Erfolgsgeschichte. André wird Geld fälschen, eine Bank überfallen, einen Lottogewinn einstreichen, Erpressern entfliehen, einen Drogendealer zur Strecke bringen. Mit ihm galoppiert der Film tollkühn durch die Filmgeschichte, erbeutet Filmrollen, Kostüme, Halbsätze und Ideale, rennt Genre-Grenzen ein und Kulissen wie Gewissheiten nieder und bleibt bei alledem originell, authentisch, herzergreifend und komisch.
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