Hallo an alle,
die mir bei diesem schwierigen Thema mit Rat zur Seite stehen können.
Meine geliebte brasilianische Freundin (Ex-Geliebte, doch nach wie vor liebevoll befreundet) ist schwanger. Der Vater lebt in Italien, die beiden sind nicht verheiratet, der Kontakt ist alles alles andere als gut geschweige denn herzlich. Sie ist gerade in Brasilien, im 4./5. Monat schwanger, will das Kind aber auf jeden Fall in Italien zur Welt bringen. Zum einen, weil sie einer Entbindung in Europa mehr traut als in Brasilien. Zum anderen, weil sie durch die Geburt des Kindes in Italien automatisch auch eine EU-Aufenthaltsgenehmigung für sich bekommt (sagt sie). Ihr Plan ist es nun, schwanger einzureisen, die erlaubten 90 Tage auszunutzen, innerhalb dieser Zeit das Baby zur Welt zu bringen, und dann irgendwann mal, wenn sie alle Papiere hat, nach Brasilien zurückzukehren.
Mir ist das alles nicht ganz geheuer. Deshalb würde ich mich freuen, wenn mir jemand mit Antworten auf meine Fragen helfen könnte!
1. Lässt man generell eine schwangere Brasilianerin einreisen? Das Rückflugticket ist bewusst schon für 14 Tage später ausgestellt, um eine rechtzeitige schwangere Rückreise nach Brasilien vorzutäuschen. Den Rückflug wird sie nicht antreten.
2. Ist sie nach Verfall des Rückflugdatums illegal in Europa, obwohl noch deutlich innerhalb der 90 Tage?
3. Da ich nicht davon ausgehe, dass irgendeine Krankenversicherung sie aufnimmt, wenn sie schon schwanger ist - was soll sie tun? Welche Kosten kommen auf sie zu bei einer Geburt? Und danach mit ärztlichen Untersuchungen? Gibt es vielleicht doch irgendeine Versicherung oder Beihilfe? Ich habe Angst, dass sie sich da ruiniert... Ich bin selbst kein Vater und habe nicht den geringsten Plan, was das alles kostet...
4. Ist das tatsächlich so, dass der Knirps dann die italienische Staatsbürgerschaft erhält und sie automatisch eine AE? Für wie lange gilt die AE, unbegrenzt? Bekommt sie dadurch Unterstützung und die Möglichkeit sich endlich zu versichern?
5. Was wäre, wenn ich sie überzeugen könnte, das Kind in Brasilien zur Welt zu bringen: Gibt es dort (Salvador) so etwas wie europäischen Standard? Kann sie sich da irgendwie privat upgraden, um es in einer sehr guten Klinik zu entbinden?
6. Welche Folgen hätte eine brasilianische Geburt für die Staatsangehörigkeit des Kleinen? Wäre er automatisch Brasilianer, oder spielt da die Nationalität des Vaters noch eine Rolle? Und könnte sie davon profitieren, sprich irgendwie an eine EU-AE kommen? Wahrscheinlich nur über Heirat, oder?
Tausend Dank! Das ist mir sehr wichtig.
Herzliche Grüße
Russ







