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seit 3 - 4 Jahren könnte ich mir Brasilien "leisten" und mich dem Nichtstun
zu widmen... früher wäre das keine Frage gewesen mit zunehmendem Alter
denkt man anders... derzeit limitiere ich "mein Brasilien" auf 2 Reisen pro
Jahr und fahre gut damit. Ich sage mal so: als ich noch normalen Urlaub
hatte und dem Arbeitsleben entfliehen konnte, da war ein Leben am Strand
und in der Hängematte das höchste der Gefühle, ist der Stress des Arbeits-
lebens vorbei, den habe ich hinter mir, besteht bei mir auch nicht das Be-
dürfnis der Hängematte mehr - irgendeine sinnvolle Beschäftigung muß her
(wenn sie noch Geld bringt - umso besser) und da sehe ich für mich in
Brasilien nur "Leere", man hat so seine Zipperlein, ist nicht mehr der Jüngste und die Hitze ist auch nicht zu verachten, setzt mir ganz schön zu.
Mittlerweile ist dann auch der Aspekt der Sicherheit hinzugekommen, d.h.
man kann nicht mehr so unbefangen durch die Gegend schlendern... da
lobe ich mir die Ausflüge und Wanderungen in DE - alles tranquilo.
eine geht in die Schule, die andere ist noch zu klein.
@kunga
Ein Freund in D der einen Einzelhandel betreibt, sagte mir mal, es sei jedes Jahr dasselbe, im September wenn es kühler und dunkler wird, der Sommer endgültig vorbei, dann trifft die Deutschen der Weltschmerz....er erlebe das jetzt seit 30 Jahren.
@gemic
Dann hast Du zu lange gewartet, ich hab mit 22 mal ein Jahr Urlaub in Lateinamerika gemacht, irgendwie hat mich das nie mehr losgelassen. Meine Denkweise und Vorlieben (für Frauen und Lebensweise) hat es grundsätzlich beeinflußt, so daß ich heute mit einer brasilianischen Frau und zwei Kindern in BR lebend nur als logische Konsequenz sehe.
Wanderungen im deutschen Wald macht auch meine Frau gern, besonders im Herbst wenn das Laub so schön raschelt.
Genies die Tage, man ist länger tot als einem lieb ist.
Da magst Du durchaus Recht haben. Wenn ich gerade aus dem Fenster schaue bekomme ich schon Depressionen. Fast 6 Monate Kälte und Dunkelheit sind schon genug Grund, das Land mal hinter sich zu lassen. Auf jeden ist der Winter hier nicht gerade leicht. Aber dies sollte natürlich kein Grund sein, das Land Hals über Kopf zu verlassen.
Ich habe dieses Jahr bereits 7 Monate in Brasilien verbracht und ich tue mich immernoch schwer mit der Anpassung hier. Und seit ich wieder hier bin, ist mein Wunsch, es in Brasilien zu versuchen, noch viel größer geworden. Vamos ver se vai dar certo...
Deixa a vida me levar...
also ich hab dem nichts hinzu zu fügen, deine aussage ist exakt die meine. übrigens mag ich in unseren landen auch die jahreszeiten, der wechsel in und mit der natur, zudem wär ich schön blöd würde ich mich von novembrigen depressionen anstecken lassen und meinen optimismus von miesepetrigen ersticken lassen. wie sagt man so schön, jeder ist seines eigenen glückes schmied, so nach dem motto, mein glas ist halb voll und nicht halb leer. damit fängt es an.
überall auf der ganzen welt hat es etwas was für sich spricht oder einen mehr oder weniger anspricht. doch damit allein ist es nicht getan, denn dazu gehört auch immer ein verzicht und wie bereit man ist sich anzupassen und zu integrieren. auch ich könnte an vielen orten wohnen auf dieser welt, wichtig ist doch einfach, wo setze ich meine prioritäten.