Du musst eventuell deine Promotionsurkunde in Deutschland vorbeglaubigen, beglaubigen und dann in dem brasilianischen Konsulat legalisieren lassen, welches für die Stadt deiner Uni zuständig ist.
In meinem Fall fand die Vorbeglaubigung im Immatrikulationsamt der Uni statt. Danach wurde die Urkunde in der dortigen Regierungsvertretung des Landes Niedersachsen beglaubigt. Die Legalisierung wurde in der brasilianischen Botschaft in Berlin vorgenommen. Hat alles einen Haufen Geld gekostet. Immerhin konnte es per Post erledigt werden. Ich musste also keine weiten Wege auf mich nehmen.
Da die brasilianischen Konsulate sehr viel eigene Bestimmungen besitzen, mag das Prozedere in Frankfurt oder München anders sein. Auch hängt es wohl von dem Bundesland ab, in dem du deine Promotionsurkunde erhalten hast. Und natürlich gibt es auch noch einige teure Notare...
Generell gilt, dass Urkunden nur in dem Land beglaubigt werden können, in dem sie auch erworben worden sind. Das Gleiche gilt für die anschließende Legalisierung fürs Ausland. Diese kann nur von der zuständigen ausländischen Vertretung in demselben Land vorgenommen werden. Der Grund dafür sind hinterlegte Originale von Unterschriften und Stempeln. Solche sind nur "regional" hinterlegt, d.h. - als Beispiel - ein Mitarbeiter der brasilianischen Botschaft in Berlin kann die Unterschrift und den Stempel der zuständigen Person oder Behörde Niedersachsens verifizieren, nicht aber einer solchen mit derselben Funktion in Bayern.
Für Brasilien gilt darüber hinaus, dass ausländische Urkunden, selbst wenn sie auf Englisch sind, in Brasilien und nirgendwo anders als dort ins Portugiesische übersetzt werden müssen.
Ich habe nicht ganz verstanden, wofür du diese Anerkennung brauchst (bin neu in Brasilien). Sollte es auf eine Arbeitsgenehmigung oder ein Dauervisum hinauslaufen, wirst um die oben beschriebene Prozedur nicht herum kommen. Ich denke, das gilt auch für ein nachträgliches Anerkennen, d.h. wenn du schon in Brasilien bist/lebst.
Internationaler Urkundenverkehr kann eine anstrengende Sache sein, besonders wenn die bilateralen Beziehungen diesbezüglich keine Abkürzungen vom o.g. Weg zulassen, keiner also grundsätzlich dem anderen traut.
Viel Glück!



1Danke


