Ich bin selber Brasilianer und wohne schon die Hälfte meines Lebens im Ausland - und ich war schon in verschiedenen Ländern.
Eine Sache habe ich gelernt: um im Ausland (egal welchem) gut zu leben, müssen wir als erstes unsere eigenen kulturspezifischen Ansprüche beiseite legen - und gerade weil sie kulturspezifisch sind, und zu unserer eigenen Kultur gehören, fällt uns schwer, zu denken, sie sind nicht selbstverständlich.
Du musst nicht brasilianisch denken, um zufrieden in Brasilien zu sein.
Aber solange du nicht lernst, auch brasilianisch zu leben, wirst du dich immer wieder ärgern. An manche Sachen gewöhnt man sich nie - man muss sie bewusst akzeptieren, dann werden sie ein Teil unseres Lebens.
Selbstsuggestion ist eine gute Strategie.
Wenn du immer meckerst, machst du selbst dein Leben zur Hölle.
Und aus eigener Erfahrung: bleibe dich fern von Landsleuten, die sich über das Gastland immer beschweren. Wenn du in diese Spirale rein kommst, bleib das Land für dich immer fremd, und jahrelang nicht "zu Hause" zu sein ist einfach unerträglich.
Eine Lösung habe ich jedenfalls für alle, die Schwierigkeiten haben, sich irgendwo einzuleben: Lebe vorher einige Jahre in Italien (ich war selber 4 Jahre dort).
Dann merkst du, du kannst jedes Land in der Welt zu deiner Heimat machen.



23Danke
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