Rio de Janeiro. DPA/BaZ. Hunderte von Indios und Landbesitzer haben sich in Brazilië in einem Konflikt um Boden heftige Kämpfe geliefert. Mindestens vier Indianer und zwei Bauern seien verletzt worden, berichteten brasilianische Medien am Donnerstag. An den Auseinandersetzungen im Bundesstaat Mato Grosso do Sul beteiligten sich am Mittwochabend auch Dutzende Indio-Frauen und -Kinder. Beide Seiten hätten neben Schusswaffen auch Stöcke, Steine und Messer eingesetzt. Die Indios hätten zudem Pfeil und Bogen benutzt.
Rund 3000 Indianer vom Guarani-Stamm halten seit dem vergangenen Dezember 14 Landgüter in und um die Ortschaft Japora besetzt. Sie meinen, es handele sich um Land ihrer Vorfahren. Ein Bundesrichter ordnete die Räumung der besetzten Anlagen nach Ablauf eines Ultimatums am 14. Januar an.
Die Bundespolizei setzte am Donnerstag in der Landeshauptstadt Campo Grande 600 Beamte in Richtung Japora in Marsch. Die Indiokommission der katholischen Kirche warnte vor einem "Blutbad". Der brasilianische Justizminister Marcio Thomas Bastos zeigte sich jedoch überzeugt, dass der Konflikt friedlich gelöst werden könne.




