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Die Metrô Brasília besteht derzeit aus zwei Strecken, die zusammen in Form eines Ypsilons Brasílias Busbahnhof im Zentrum mit Brasílias Vorstädten verbinden. Betrieben wird die U-Bahn von der Metrô-DF, ausgeschrieben Companhia do Metropolitano do Distrito Federal. Aufgrund der großen Entfernungen der einzelnen Stadtteile und eines nur bedingt funktionierenden Stadtbussystems, war ein Schnellbahnsystem in der brasilianischen Planhauptstadt von Nöten. Als Nebeneffekt ist das Gebiet um die Haltestelle Águas Claras aufgrund des gut ausgebauten U-Bahn dort, der am schnellsten wachsender Stadtteil Brasílias.
Betrieb
Streckenführung
Die Metro führt zuerst vom Busbahnhof über die Südachse des Plano Piloto nach Süden. Zunächst haben beide Strecken eine gemeinsame Streckenführung, bis sie sich im Vorort Águas Claras aufteilen und eine Strecke jeweils nach Samambaia (Linha laranja, zu Deutsch Orange Linie) beziehungsweise nach Taguatinga (Linha verde, zu Deutsch Grüne Linie) führt. Die Metro wird aktuell von drei Metro-Linien bedient: Grüne und Orange Linie, sowie die Kombination aus beiden zwischen Central und Águas Claras. Von Central bis Asa Sul verläuft die U-Bahn unterirdisch, auf dem Rest der Strecke Richtung Westen oberirdisch.
Linien
Das Netz der Metrô Brasilia ist 31 Kilometer lang und besitzt derzeit 14 Stationen. Die Züge verkehr von Montag bis Samstag zwischen 6 und 20 Uhr, auf der Grünen Linie besteht ganztägig ein Zehn-Minuten-Tak, auf der Orangen Line ein Zwanzig-Minuten-Takt. Derzeit besitzt die Companhia do Metropolitano do Distrito Federal 20 Züge à 4 Wagen, pro Zug können bis zu 1350 Fahrgäste befördert werden. Alle Haltestellen sind mit Rolltreppen und Aufzügen ausgestattet.
Fahrscheine
Es gilt ein Pauschaltarif von zwei Brasilianischen Real unabhängig von der gefahrenen Strecke. Es gibt auch wiederaufladbare Fahrscheine, die auch für Fahrten mit dem Bus verwendet werden können. Der Zugang zu den Haltestellen ist nur mit gültiger Fahrkarte möglich, die Fahrgäste müssen jeweils Drehkreuze am Eingang passieren.
Geschichte
Nach vielen Diskussionen um ein adäquates Schnellbahnsystem für die Hauptstadt Brasiliens, begannen 1992 die Bauarbeiten für das neue Schnellbahnsystem. Die geplante Eröffnung sollte ursprünglich 1999 stattfinden, mussten jedoch unter anderem wegen finanzieller Probleme auf 2001 verschoben werden. Bis zum 31. März 2001 konnte das Rumpfnetz mit den beiden Ästen nach Terminal Samambaia beziehungsweise Praça do Relógio mit insgesamt 11 Stationen und 31 Kilometern fertiggestellt werden. Den regelmäßigen, kommerziellen Betrieb nahm die Betreibergesellschaft am 24. September des gleichen Jahres auf. Die Inbetriebnahme schloss jedoch nur die Eröffnung einzelner Stationen ein, um schnellstmöglich den Betrieb aufzunehmen. Bis heute sind unter anderem zahlreiche Stationen zwischen den Bahnhöfen Galeria und 114 Sul noch nicht fertiggestellt. Am 6. Februar 2002 folgte die Eröffnung der Stationen Samambaia Sul und Arniqueira, am 18. Mai 2004 der Station Concessionárias.
Zukünftige Erweiterungen
Die Strecke wird über die bisherige Endhaltestelle Praça do Relógio bis zur neuen Endhaltestelle Estação 27 (Terminal Ceilândia) erweitert. Dabei entstehen in diesem Bereich sechs neue Haltestellen. Nachdem dies erfolgt ist, werden auf der östlichen Streckenführung zwischen 114 Sul und Galeria ebenfalls 6 neue Haltestellen entstehen.



