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Eintrag: Jaka

  1. Eingetragen von
    Christian.Thiessen
    Eingetragen am
    31. July 2009 06:56

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    Die Jaca (ausgesprochen wird es "Schakkah") ist eine der mächtigsten Früchte überhaupt und wächst entweder direkt aus dem Stamm des Jaca-Baums oder - wenn es mehrere Früchte zusammen sind - an einem sich verzweigenden mindestens daumenstarken "Stängel".
    Die Jaca (im Deutschen meist mit "Jackfrucht" bezeichnet) kann bis 90 cm lang, 50 cm dick und 20 kg schwer werden.
    "Normale" Exemplare, die man auf den Märkten kaufen kann, haben immer so um die 5 - 10 kg "Lebendgewicht".
    Die unreife Jaca ist grün und wenn die Schale (5 bis 10 mm stark) verletzt wird, tritt eine milchähnliche Flüssigkeit aus, die man notfalls als Klebstoff verwenden kann. Besser ist immer eine reife Jaca, die durch eine gelbgrüne bis bräunliche Schale gekennzeichnet ist. Der Saft ist dann kaum noch klebrig und die mit vielen "stumpfen Stacheln" versehene Schale laesst sich ein bisschen mit dem Finger eindrueckeücken.
    Typisch fuer die reife Jaca ist auch ihr etwas eigentümlicher Geruch: intensiv und leicht süßlich und etwas gewöhnungsbedürftig. Unreife Früchte kann man nachreifen lassen, dazu müssen diese bei etwa 15 °C und hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Reife Früchte kann man im Kühlschrank ein paar Tage aufbewahren.
    Was stellt man nun mit so einem Riesenoschi an, wenn man ihn probieren/essen möchte?
    Ganz einfach: die ganze Frucht mit einem großen Brotmesser quer in ein paar Zentimeter starke Scheiben schneiden, so dass sich tortenähnliche Gebilde ergeben.
    Aus dieser Scheibe kann man dann "Tortenstücke" (Segmenete) herausschneiden. Im Inneren befinden sich die etwa eigroßen hellgelben bis leicht bernsteinfarbenen Fruchtstuecke, die ihrerseits in ein faseriges und weißes Stützgewebe eingelagert sind. Das Stützgewebe nicht essen!
    Die Fruchtstücke sollten süß und aromatisch schmecken, wobei ein leichter Anflug von Zitrone mit dabei ist. Man kann auch die einzelnen Fruchtstücke herauslösen und getrennt auf Tellern anbieten.
    Achtung: in den Fruchtstücken befinden sich die Samen der Jaca, etwas grösser als eine Bohne und ungenießbar (zumindest im rohen Zustand). Man kann den Samen auch vorher entfernen.
    Die Jacastücke lassen sich entweder "pur" oder gemischt mit anderen Früchten als Fruchtsalat essen.
    Achtung: bei nicht reifen Jacas tritt dieser milchige und vor allem stark klebrige Saft nicht nur aus der Schale, sondern auch aus dem weisen Stützgewebe aus. Das Verkleben der Finger kann man durch Einreiben mit Soja- oder Olivenöl verhindern. Ansonsten hilft anschließend nur noch "agua raza" aus dem Baumarkt (Verdünnung)!
    Angeblich können auch die Samen weiterverarbeitet werden. Dazu werden diese sorgfältig mit viel Wasser gekocht, das Kochwasser "entsorgt" und anschließend die gekochten Kerne mehrmals gespuelt. die gekochten Kerne können wie heiße Maronen geroestet werden, mancherorts werden sie auch zur Zubereitung von Suppen verwendet.
    Und eines ist wichtig: von den 5 - 10 kg Frucht bleibt an Fruchtstücken, die man essen kann eigentlich nicht mehr als 1 bis 1,5 kg übrig.