Zwiespältiges Verhältnis zur Freiheit: Thomas Jefferson und die Sklaverei


Zwiespältiges Verhältnis zur Freiheit: Thomas Jefferson und die Sklaverei

Ausstellung „Slavery at Jefferson“s Monticello“ im National Museum of American History in Washington DC – Einblick ins Leben von sechs Sklavenfamilien, die auf dem Anwesen des dritten US-Präsidenten in Virginia gelebt haben

Thomas Jefferson war Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, die allen Menschen das gleiche Recht auf Leben, Freiheit und Glück zuspricht. Er nannte die Sklaverei ein „abscheuliches Verbrechen“ – dennoch machte sich Jefferson selbst wie viele südstaatliche Grundbesitzer zu seiner Zeit die Hilfe von zahlreichen Sklaven zu eigen. Mit dem widersprüchlichen Verständnis von Freiheit des dritten US-Präsidenten beschäftigt sich die Ausstellung „Slavery at Jefferson“s Monticello: Paradox of Liberty“, die bis zum 14. Oktober 2012 im National Museum of American History in Washington DC zu sehen ist. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Thomas Jefferson Foundation at Monticello. Sie gibt einen Einblick in das Leben von sechs Sklavenfamilien, die auf dem Anwesen des dritten US-Präsidenten in Virginia gelebt und gearbeitet haben und verrät, warum Jeffersons zwiespältiges Verhältnis zur Sklaverei auch nach seinem Tod für viele Generationen von großer Bedeutung ist.

Museumsgegenstände, Kunstwerke, Dokumente und Artefakte, die während archäologischer Ausgrabungen auf dem Monticello-Anwesen gefunden wurden, ermöglichen es, die dort versklavten Menschen als Individuen zu betrachten: ihre Namen, Verwandtschaftsbeziehungen, Wertvorstellungen, Glaubensrichtungen, den Wunsch auf Bildung und ihr hartnäckiges Streben nach Freiheit. Für die Familiengeschichten wurden im Rahmen des Monticello Geschichtsprojekts „Getting Word“ 170 Nachkommen interviewt, deren Vorfahren einst in Sklaverei auf Jeffersons Plantage gelebt hatten. Besondere Ausstellungsstücke sind unter anderem der Schreibtisch, auf dem Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung entworfen hat, Keramikgeschirr und Weinflaschen, die auf der Tabakplantage gefunden wurden, ein Kaufbrief für ein „Negersklavenmädchen namens Clary“ über 50 Pfund, persönliche Gegenstände der Sklavenfamilien wie Schuhe, Schmuck und vieles mehr. Weitere Infos zur Ausstellung gibt es im Internet unter americanhistory.si.edu/exhibitions sowie unter www.slaveryatmonticello.org.

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