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Rio de Janeiro

In der eigentlichen Stadt leben 6.023.699 Einwohner und 11.719.708 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005).

Von 1763 bis 1960 war Rio de Janeiro die Hauptstadt Brasiliens und trat danach diese Funktion an Brasília ab, bleibt aber nach São Paulo bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum des Landes. Die Bewohner der Stadt nennt man Cariocas, nach einem Wort aus dem Tupí-Guaraní (der Sprache der Eingeborenen), welches „Hütte des weißen Mannes“ bedeutet.

Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado und die Copacabana, die als einer der schönsten Strände der Welt gilt. Die Stadt ist auch bekannt wegen des jährlich stattfindenden Karnevals von Rio. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Paraden der Welt.

Belo Horizonte

Flughafen Belo Horizonte Tancredo Neves:

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Geschichte 

Belo Horizonte wurde von einem Goldsucher aus São Paulo namens João Leite da Silva Ortiz gegründet. Er war in die Region gekommen, fand ein akzeptables Klima vor und entschloss sich zur Gründung eines Bauernhofs mit dem Namen Curral Del Rey (spanisch für „Corral (Umzäunung, Pferch) des Königs“). Die Prosperität des Bauernhofs zog mehr Leute in die Region.

Das Dorf wuchs und als Brasilien 1889 Republik wurde, wählte man Curral Del Rey zur neuen Hauptstadt von Minas Gerais. Es löste damit Ouro Preto in dieser Funktion ab. Den Namen Belo Horizonte und den Status als Hauptstadt erhielt die Stadt aber erst am 12. Dezember 1897, der somit als amtliches Geburtsdatum der Stadt gilt.

Ein interessanter Punkt ist, dass die Straßen von BH durch den Stadtplaner Aarão Reis in einem schachbrettartigen Muster mit diagonal verlaufenden Hauptalleen geplant wurden. Da die Straßen nach Persönlichkeiten und Daten aus der brasilianischen Geschichte einerseits und Regionen Brasiliens andererseits benannt wurden, kann man sich in der Innenstadt auch heute noch mit entsprechenden Kenntnissen in Geografie und Geschichte Brasiliens orientieren. Das rasche Wachstum der Stadt, besonders in den letzten zwanzig Jahren des 20. Jahrhunderts, überrundete jedoch seine Planung bei weitem und die Stadt steht jetzt großen Infrastrukturproblemen gegenüber. Ungefähr 20 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zur Kanalisation.

Seit 2001 ist Pimentel (PT) Bürgermeister von Belo Horizonte, er wurde 2004 mit 68,5 % der Stimmen wieder gewählt.

Wirtschaft und Verkehr 

In der Metropolregion von Belo Horizonte (mit den Orten Betim, Sete Lagoas und Contagem) befinden sich die meisten Industriebetriebe von Minas Gerais. Es handelt sich meist um verarbeitende Betriebe der Metallindustrie und der Textilindustrie. In Betim betreibt der italienische Automobilbauer Fiat ein Werk. Die deutsche Auslandshandelskammer ist in Belo Horizonte mit einer Zweigstelle vertreten.

Die Hauptlast des öffentlichen Nahverkehrs in Belo Horizonte wird durch Busse getragen, die auf den großen Hauptverkehrsachsen teilweise über eigene Busspuren verfügen. Es gibt zudem eine überirdisch verlaufende S-Bahn-Linie (metrô terrestre), eine weitere Linie sollte noch 2004 in Betrieb genommen werden.

Belo Horizonte verfügt über zwei Flughäfen. Der nur etwa neun Kilometer vom Stadtzentrum entfernte Flughafen Pampulha (PLU/SBBH) hatte Inlandsverbindungen zu zahlreichen brasilianischen Städten bis zum April 2005. Im Jahr 2002 wurden hier ca. 89.000 Flugzeugbewegungen registriert und etwa drei Millionen Passagiere abgefertigt. Seit dem 22. April 2005 gibt es nur noch Verbindungen innerhalb von Minas Gerais. Der internationale Flughafen Tancredo Neves (CNF/SBCF) in Confins hatte bis dahin nur etwa ein Drittel dieses Passagieraufkommens und wurde nur mit etwa 10 % seiner möglichen Kapazität genutzt. Heute ist dies ein vielfaches. Zudem ist die Schnellstrasse von Confins nach Belo Horizonte vierspurig, beleuchtet und erneuert worden.

Sehenswürdigkeiten 

Im nahe gelegenen Stadtteil von Pampulha befindet sich eine Ansammlung wichtiger Gebäude, besonders der Capela de São Francisco de Assis (Igreja da Pampulha), entworfen vom berühmten brasilianischen Architekten der modernen Schule, Oscar Niemeyer. Sehenswert sind auch der „Mangabeiras“-Park und der Stadtpark. Der erste liegt in der Südstadt und schenkt den Besuchern einen wunderschönen Blick über die Metropole. In Pampulha befindet sich auch das größte Fußballstadion von Minas Gerais, das Mineirão.

 

 

 

Salvador

Flughafen von Salvador, Deputado Luís Eduardo Magalhaes:

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Geschichte

Die Stadt wurde 1549 gegründet, 1624-1625 wurde sie von Holländern kurzzeitig besetzt. Ihre erste Blüte endete, als 1763 sie ihre Rolle als Hauptstadt Brasiliens an Rio de Janeiro verlor.

Hier kam der größte Teil der ca. 5 Mio. Afrikaner an, die von den Portugiesen aus Westafrika in die Sklaverei verschleppt wurden.

Der Pelourinho ist der historische Sklavenmarkt in Salvador.

Die Sklaven mussten auf den Plantagen und Zuckerrohrfeldern des Umlandes, des sog. Recôncavo, arbeiten. Sie sorgten dafür, dass Salvador da Bahia bis zum Jahre 1650 die größte Metropole auf der Südhalbkugel war.

Kultur 

Noch heute ist der afrikanische Einfluss auf Salvador allgegenwärtig. Dies drückt sich vor allem in der Sprache aus, die viele Wörter aus dem Afrikanischen übernommen hat, sowie in der Candomblé-Religion, wo sich afrikanischer Götterglaube und Katholizismus vermischt haben.

So haben z. B. die katholischen Heiligen ihre Entsprechung in den sog. Orixás, einer Art afrikanischer Götter gefunden.

Auch der Capoeira ist ein Erbe der Sklavenzeit und Salvador gilt als das Zentrum dieses Kampfsports.

Karneval 

Der Karneval in Salvador da Bahia ist der größte Straßenkarneval der Welt und dauert 6 Tage und 6 Nächte. Am Donnerstagabend vor Aschermittwoch beginnt das Fest in der Karnevalshochburg Brasiliens, für das mit „Bahia: maior explosão de alegria“ (Bahia, der größte Ausbruch der Freude) geworben wird. Der Bürgermeister übergibt den Stadtschlüssel an den dicken Rei Momo, den Karnevalskönig. Dann strömen anderthalb Millionen Menschen durch die Straßen – bis zum Aschermittwoch. 19 Kilometer Straße werden für den Hauptzug entlang der Uferpromenade und durch die Innenstadt abgesperrt. Große Laster mit Lautsprecherboxen (so genannte „trios electricos“) in der Größe eines Containers fahren durch die Stadt, oben drauf ist die Bühne einer Musikgruppe, deren Fans im Strom durch die Straßen tanzen. Viele bekannte Musiker aus Salvador beteiligen sich: Olodum, Daniela Mercury, Timbalada, Ivete Sangalo,u.v.m.

Ein zweiter Zug wälzt sich durch die engen Gassen des Altstadtviertels Pelourinho. Da die wenigsten Menschen kostümiert sind, fallen die Blocos de Trio (Vereine der hellhäutigen weißen Oberschicht) mit jeweils einigen tausend Mitgliedern besonders auf.

Wer die Ohren nicht ruinieren will und mehr Lokalkolorit erleben möchte, sollte die Stadtteilumzüge in den Monaten vor dem Karneval aufsuchen und, soweit die Kondition erlaubt, mittanzen.

Sehenswürdigkeiten 

Im Stadtzentrum steht ein Denkmal für Ludwik Lejzer Zamenhof, den Begründer der internationalen Sprache Esperanto.

Der Palácio Rio Branco war der Sitz des Generalgouverneurs und somit lange Zeit Machtzentrum des wichtigsten Teils des portugiesischen Kolonialreichs.

Die Altstadt rund um den sogenannten Pelourinho gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Nach langen Jahren des Verfalls wurde zum Ende des 20. Jahrhunderts behutsam restauriert. Begleitend durch eine starke Polizeipräsenz zur Kriminalitätsbekämpfung wurde Pelourinho wieder zum attraktiven Touristenziel. Allerdings sind die Nebenstraßen des Pelourinho und die weiteren Teile der Innenstadt nach wie vor gefährlich, insbesondere am Abend. Der Largo de Pelourinho bildet das Herz des Bezirks, der heute kultureller und tourischer Mittelpunkt der Stadt ist. Dort und am Terreiro de Jesus finden sich auch immer Frauen in der typischen Bahia-Tracht. Leider wird diese heute nur noch für die Kameras der Touristen getragen.

Der Elevador de Lacerda transportiert etwa 50.000 Passagiere am Tag über die 72 Meter Höhenunterschied zwischen dem Stadtteil Comércio mit dem „Mercado Modelo“ in der Unterstadt und der Altstadt auf dem Pelourinho. Eine weitere Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt wird durch eine Standseilbahn, den „Plano Inclinado Gonçalves“, hergestellt.

Die Kirche am Ende der Bucht, „Nosso Senhor do Bonfim“ und nicht zuletzt die malerischen Strände, beginnend an der „Barra“ mit der Festung und dem Leuchtturm.

Die aus der Kolonialzeit stammende Franziskanerkirche beherbergt eine der größten Sammlungen von Azulejos, einer blauen Kachelart mit Darstellungen aus der griechischen Mythologie.

Die Küste nördlich von Salvador ist eine touristische Attraktion. Hier kann man sich in Orten wie Praia do Forte, Imbassaí oder Costa do Sauípe vom Stress der Großstadt erholen. Seit ca. 10 Jahren gibt es eine direkte Anbindung über die gebührenpflichtige Autostrasse Linha Verde die diese Erholungsgebiete der Costa dos Coqueiros direkt mit Salvador und dem Flughafen verbindet.

Die Küste südlich von Salvador bietet Erholung auf der Insel Itaparica (Insel) und Morro de São Paulo die beide mit entsprechenden Schiffsverbindungen erreichbar sind. Die Bahia de Todos os Santos an Salvador da Bahia grenzt bietet ebenfalls interessante Ziele wie die historischen Orte Cachoeira und São Felix, die als Zentrum der bahianischen Tabakindustrie gelten.


Internet:

Einge Seiten aus und über Salvador da Bahia finden Sie HIER  

 

Fortaleza

Die Stadt bietet verschiedene Strände. So zum Beispiel den Stadtstrand Praia de Iracema, die Promenade Beira Mar oder den am Wochenende populären „Praia do Futuro“ Auch am Abend ist in den so genannten Barracas, das sind Strandbuden, viel los.

Fortaleza entwickelt sich langsam zu einem Touristenzentrum. Im Jahr 2004 hatte Fortaleza die meisten Touristen von ganz Brasilien zu verzeichnen. Fortaleza, sehr beliebt bei den Inlandtouristen, wird auch immer öfter von Europäern besucht. Nicht nur die Natur und die reiche Kultur sondern auch die Entfernung spielt dabei eine günstige Rolle. Fortaleza liegt ca. sieben Flugstunden von Lissabon und ca. acht Flugstunden von Madrid und Barcelona entfernt. Es gibt mittlerweile direkte Flüge (sowohl Charter- als auch Linienflüge) aus verschiedenen europäischen Städten nach Fortaleza. Ab Lissabon kann man mit der portugiesischen TAP und ab Kap Verde mit der TACV fliegen. Der Flug von Lissabon dauert ca. sechs und von den Kapverden weniger als vier Stunden. Es gibt auch Direktflüge aus Cayenne (Franz. Guayana), Prag, Amsterdam und Helsinki.

Flughafen Fortaleza:

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Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das

  • Teatro José de Alencar und das
  • Museu Histório e Antropológico do Ceará.
  • Centro do Turismo Ein ehemaliges Gefängnis das heute eine Vielzahl von Geschäften beherbergt. 

Ereignisse 

Im Juli 2005 fanden in Fortaleza die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage statt.

Im August 2005 fand in Fortaleza der größte Bankraub der brasilianischen Geschichte statt. Die Täter drangen durch einen selbstgegrabenen Tunnel in die dortige Filiale der Zentralbank ein und erbeuteten mehr als 150 Millionen Real (rund 55 Millionen Euro). Die Täter wurden jedoch alle von der brasilianischen „Policia Federal“ gefasst und hinter Gitter gebracht.

 

Internet:

Einge Seiten aus und über Fortaleza finden Sie HIER  

 

Recife

Die Bezeichnung „Venedig des Südens“ kann so zwar nachvollzogen werden, ist aber dennoch übertrieben.

In der näheren Umgebung gibt es weitere kleinere Flüsse. Die Umgebung ist nicht zuletzt deswegen recht fruchtbar. Dort wird unter anderem viel Zuckerrohr angebaut. Nach wenigen Kilometern erreicht man die ersten Hügel des brasilianischen Berglandes. Das Hinterland von Recife ist dadurch recht ansprechend.

Der Name der Stadt bedeutet „Riff“: Parallel zur Atlantikküste ziehen sich Muschel- und Korallenriffe hin. Sie bremsen die Wellen ab und bieten so einen Schutz. Gemeinsam mit dem Strand bilden sie ein natürliches Becken, das zum Schwimmen wegen des ruhigen Wassers hervorragend geeignet ist.

Zum größeren Stadtgebiet Recifes zählen auch die Städte Jaboatão dos Guararapes, Olinda, Paulista, Abreu e Lima, Igarassu, Camaragibe, Cabo de Santo Agostinho und São Lourenço da Mata.

   Die Insel Ilha Joana Bezerra beherbergt die Altstadtviertel Santo Antônio und São José. Dort befinden sich der Palácio das Princesas, das klassizistische Teatro Santa Isabel, die 1697 erbaute Igreja da Ordem Terceira de São Francisco und das wichtigste sakrale Bauwerk, die kleine „Goldene Kapelle“ (capela dourada).

Auf dem Festland befindet sich das Museu do Homem do Nordeste, welches durch den Soziologen und Anthropologen Gilberto Freyre gegründet wurde und die Kolonialgeschichte und Kultur des Nordostens dokumentiert: Sklaverei, Zuckerherstellung, Handarbeit, Folklore, Bekleidung, Musik. Das Museu do Estado de Pernambuco enthält Kunstgegenstände und Möbel aus der Kolonial- und Kaiserzeit Brasiliens.

Der größte Strand der Stadt, Praia da Boa Viagem, ist das Tourismuszentrum Recifes und mit seinen ausgezeichneten (Fisch-)Restaurants auch ein beliebter Treffpunkt.

In der Nähe von Recife befindet sich die Olinda (Weltkulturerbe der UNESCO).

 

 

Flughafen Recife:

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Strände 

Recife ist für seine traumhaften Strände berühmt. Der bedeutendste Strand in der Stadt selbst ist jener von Boa Viagem. Strände in der Nähe der Stadt sind:

  • Gaibu und Calhetas (40 km südlich)
  • Porto de Galinhas, Ipojuca, Pernambuco (60 km südlich)
  • Tamandaré, Barreiros, Pernambuco (110 km südlich)
  • Itamaracá, Pernambuco (40 km nördlich)
  • Maragogi, Alagoas (150 km südlich)
  • Praia de Pipa, Rio Grande do Norte (280 km nördlich)
  • Tambaba, Conde, Paraíba (115 km nördlich)

Sehenswürdigkeiten

Die Insel Ilha Joana Bezerra beherbergt die Altstadtviertel Santo Antônio und São José. Dort befinden sich der Palácio das Princesas, das klassizistische Teatro Santa Isabel, die 1697 erbaute Igreja da Ordem Terceira de São Francisco und das wichtigste sakrale Bauwerk, die kleine „Goldene Kapelle“ (capela dourada).

Auf dem Festland befindet sich das Museu do Homem do Nordeste, welches durch den Soziologen und Anthropologen Gilberto Freyre gegründet wurde und die Kolonialgeschichte und Kultur des Nordostens dokumentiert: Sklaverei, Zuckerherstellung, Handarbeit, Folklore, Bekleidung, Musik. Das Museu do Estado de Pernambuco enthält Kunstgegenstände und Möbel aus der Kolonial- und Kaiserzeit Brasiliens.

Der größte Strand der Stadt, Praia da Boa Viagem, ist das Tourismuszentrum Recifes und mit seinen ausgezeichneten (Fisch-)Restaurants auch ein beliebter Treffpunkt.

In der Nähe von Recife befindet sich die Olinda (Weltkulturerbe der UNESCO).

Geographie

Recife liegt am Capibaribe, der hier nach rund 240 km in den Atlantik mündet. Weitere Flüsse und ein Kanal prägen das Stadtbild. Das historische Zentrum befindet sich auf 2 Inseln, die nur wenige Meter vom Festland entfernt sind. Die Bezeichnung „Venedig des Südens“ kann so zwar nachvollzogen werden, ist aber dennoch übertrieben.

In der näheren Umgebung gibt es weitere kleinere Flüsse. Die Umgebung ist nicht zuletzt deswegen recht fruchtbar. Dort wird unter anderem viel Zuckerrohr angebaut. Nach wenigen Kilometern erreicht man die ersten Hügel des brasilianischen Berglandes. Das Hinterland von Recife ist dadurch recht ansprechend.

Der Name der Stadt bedeutet „Riff“: Parallel zur Atlantikküste ziehen sich Muschel- und Korallenriffe hin. Sie bremsen die Wellen ab und bieten so einen Schutz. Gemeinsam mit dem Strand bilden sie ein natürliches Becken, das zum Schwimmen wegen des ruhigen Wassers hervorragend geeignet ist.

Zum größeren Stadtgebiet Recifes zählen auch die Städte Jaboatão dos Guararapes, Olinda, Paulista, Abreu e Lima, Igarassu, Camaragibe, Cabo de Santo Agostinho und São Lourenço da Mata.

Geschichte 

Die Gegend von Recife wurde 1537 von den Portugiesen besiedelt. Doch zwischen 1630 und 1654 befand sich hier der Hauptstützpunkt und das Handelszentrum der Niederländer, die versuchten, den Portugiesen die alleinige Herrschaft über Brasilien streitig zu machen, und im Nordosten ihre Kolonie Neu-Holland errichteten. Vor allem durch den visionären Generalgouverneur Moritz von Nassau erhielt der Ort einen städtebaulichen Schub. Moritz galt als der eigentliche Stadtgründer. Er nannte die Stadt Mauritsstad (Moritzstadt, portugiesisch: Maurícia) und versuchte, die neue Kolonie wirtschaftlich und kulturell weiter zu entwickeln. Die vielen Sümpfe und Inseln wurden von den Niederländern durch das Anlegen von Kanälen bewohnbar gemacht. Aus dieser Zeit sind auch zahlreiche Gebäude erhalten.

1654, nach der Schlacht von Guararapes, mussten die Niederländer die Kolonie jedoch aufgeben. Maurícia wurde portugiesisch. Erst 1710 wurde die Stadt in Vila do Recife umbenannt. 1823 wurde Recife anstelle von Olinda Hauptstadt von Pernambuco.

1930 überquerte LZ127 „Graf Zeppelin“ zum ersten Mal nonstop den Südatlantik von Sevilla (Spanien) nach Recife. In Recife befand sich ein Ankermast, an dem die Luftschiffe im Transatlantikverkehr anlegen konnten.

Seit 2001 ist João Paulo (PT) Bürgermeister, er wurde 2004 mit 56,1 % der Stimmen wieder gewählt.

 

Statistische Daten 

Gemäß IPEA betrug das BIP pro Kopf im Jahr 2002 7.822 Real (siehe auch Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf).

Im Jahr 2000 hatte(n):

  • 96,2 % der Einwohner Versorgung durch die städtische Müllabfuhr
  • 88,0 % der Einwohner Zugang zu Leitungswasser
  • 58,1 % der Einwohner einen Kanalanschluss
  • die Einwohner eine durchschnittliche Lebenserwartung von 68,6 Jahren
  • die Stadt 8.875 Spitalsbetten
  • die Kindersterblichkeit einen Wert von 38,0 Promille

 

Kriminalität:

2005 hatte Recife mit 95,8 Morden/100.000 Einwohnern die höchste Mordrate des Landes. Die Opfer sind hauptsächlich Jugendliche im Alter zwischen 14 und 29 Jahren.

Haiangriffe 

Recife ist auch berüchtigt für seine erhöhte Anzahl von Haiangriffen. Bei 50 Haiangriffen auf Menschen wurden 18 Personen tödlich verletzt und 32 schwer. Besonders gefährlich sind die Strände Boa Viagem, Pina und Piedade, vor allem Surfer sind abends und in den frühen Morgenstunden besonders gefährdet. Verantwortlich für die Angriffe sind hauptsächlich Bullenhaie, welche in den Küstengewässern vor Recife eine größere Population bilden, im geringeren Maße auch Tigerhaie und Hammerhaie. Menschen gehören nicht zur natürlichen Beute dieser Haiarten, der Umstand, dass besonders um Recife viele fatale Begegnungen zwischen Hai und Mensch erfolgen, ist mit dem Ausbaggern des Hafens, Veränderung der Strömungsverhältnisse und Wanderung der Futterfische Richtung Strandregion, sowie dem Entsorgen von Müll im Meer zu erklären.

 

Internet:

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