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Recife

Die Bezeichnung „Venedig des Südens“ kann so zwar nachvollzogen werden, ist aber dennoch übertrieben.

In der näheren Umgebung gibt es weitere kleinere Flüsse. Die Umgebung ist nicht zuletzt deswegen recht fruchtbar. Dort wird unter anderem viel Zuckerrohr angebaut. Nach wenigen Kilometern erreicht man die ersten Hügel des brasilianischen Berglandes. Das Hinterland von Recife ist dadurch recht ansprechend.

Der Name der Stadt bedeutet „Riff“: Parallel zur Atlantikküste ziehen sich Muschel- und Korallenriffe hin. Sie bremsen die Wellen ab und bieten so einen Schutz. Gemeinsam mit dem Strand bilden sie ein natürliches Becken, das zum Schwimmen wegen des ruhigen Wassers hervorragend geeignet ist.

Zum größeren Stadtgebiet Recifes zählen auch die Städte Jaboatão dos Guararapes, Olinda, Paulista, Abreu e Lima, Igarassu, Camaragibe, Cabo de Santo Agostinho und São Lourenço da Mata.

   Die Insel Ilha Joana Bezerra beherbergt die Altstadtviertel Santo Antônio und São José. Dort befinden sich der Palácio das Princesas, das klassizistische Teatro Santa Isabel, die 1697 erbaute Igreja da Ordem Terceira de São Francisco und das wichtigste sakrale Bauwerk, die kleine „Goldene Kapelle“ (capela dourada).

Auf dem Festland befindet sich das Museu do Homem do Nordeste, welches durch den Soziologen und Anthropologen Gilberto Freyre gegründet wurde und die Kolonialgeschichte und Kultur des Nordostens dokumentiert: Sklaverei, Zuckerherstellung, Handarbeit, Folklore, Bekleidung, Musik. Das Museu do Estado de Pernambuco enthält Kunstgegenstände und Möbel aus der Kolonial- und Kaiserzeit Brasiliens.

Der größte Strand der Stadt, Praia da Boa Viagem, ist das Tourismuszentrum Recifes und mit seinen ausgezeichneten (Fisch-)Restaurants auch ein beliebter Treffpunkt.

In der Nähe von Recife befindet sich die Olinda (Weltkulturerbe der UNESCO).

 

 

Flughafen Recife:

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Strände 

Recife ist für seine traumhaften Strände berühmt. Der bedeutendste Strand in der Stadt selbst ist jener von Boa Viagem. Strände in der Nähe der Stadt sind:

  • Gaibu und Calhetas (40 km südlich)
  • Porto de Galinhas, Ipojuca, Pernambuco (60 km südlich)
  • Tamandaré, Barreiros, Pernambuco (110 km südlich)
  • Itamaracá, Pernambuco (40 km nördlich)
  • Maragogi, Alagoas (150 km südlich)
  • Praia de Pipa, Rio Grande do Norte (280 km nördlich)
  • Tambaba, Conde, Paraíba (115 km nördlich)

Sehenswürdigkeiten

Die Insel Ilha Joana Bezerra beherbergt die Altstadtviertel Santo Antônio und São José. Dort befinden sich der Palácio das Princesas, das klassizistische Teatro Santa Isabel, die 1697 erbaute Igreja da Ordem Terceira de São Francisco und das wichtigste sakrale Bauwerk, die kleine „Goldene Kapelle“ (capela dourada).

Auf dem Festland befindet sich das Museu do Homem do Nordeste, welches durch den Soziologen und Anthropologen Gilberto Freyre gegründet wurde und die Kolonialgeschichte und Kultur des Nordostens dokumentiert: Sklaverei, Zuckerherstellung, Handarbeit, Folklore, Bekleidung, Musik. Das Museu do Estado de Pernambuco enthält Kunstgegenstände und Möbel aus der Kolonial- und Kaiserzeit Brasiliens.

Der größte Strand der Stadt, Praia da Boa Viagem, ist das Tourismuszentrum Recifes und mit seinen ausgezeichneten (Fisch-)Restaurants auch ein beliebter Treffpunkt.

In der Nähe von Recife befindet sich die Olinda (Weltkulturerbe der UNESCO).

Geographie

Recife liegt am Capibaribe, der hier nach rund 240 km in den Atlantik mündet. Weitere Flüsse und ein Kanal prägen das Stadtbild. Das historische Zentrum befindet sich auf 2 Inseln, die nur wenige Meter vom Festland entfernt sind. Die Bezeichnung „Venedig des Südens“ kann so zwar nachvollzogen werden, ist aber dennoch übertrieben.

In der näheren Umgebung gibt es weitere kleinere Flüsse. Die Umgebung ist nicht zuletzt deswegen recht fruchtbar. Dort wird unter anderem viel Zuckerrohr angebaut. Nach wenigen Kilometern erreicht man die ersten Hügel des brasilianischen Berglandes. Das Hinterland von Recife ist dadurch recht ansprechend.

Der Name der Stadt bedeutet „Riff“: Parallel zur Atlantikküste ziehen sich Muschel- und Korallenriffe hin. Sie bremsen die Wellen ab und bieten so einen Schutz. Gemeinsam mit dem Strand bilden sie ein natürliches Becken, das zum Schwimmen wegen des ruhigen Wassers hervorragend geeignet ist.

Zum größeren Stadtgebiet Recifes zählen auch die Städte Jaboatão dos Guararapes, Olinda, Paulista, Abreu e Lima, Igarassu, Camaragibe, Cabo de Santo Agostinho und São Lourenço da Mata.

Geschichte 

Die Gegend von Recife wurde 1537 von den Portugiesen besiedelt. Doch zwischen 1630 und 1654 befand sich hier der Hauptstützpunkt und das Handelszentrum der Niederländer, die versuchten, den Portugiesen die alleinige Herrschaft über Brasilien streitig zu machen, und im Nordosten ihre Kolonie Neu-Holland errichteten. Vor allem durch den visionären Generalgouverneur Moritz von Nassau erhielt der Ort einen städtebaulichen Schub. Moritz galt als der eigentliche Stadtgründer. Er nannte die Stadt Mauritsstad (Moritzstadt, portugiesisch: Maurícia) und versuchte, die neue Kolonie wirtschaftlich und kulturell weiter zu entwickeln. Die vielen Sümpfe und Inseln wurden von den Niederländern durch das Anlegen von Kanälen bewohnbar gemacht. Aus dieser Zeit sind auch zahlreiche Gebäude erhalten.

1654, nach der Schlacht von Guararapes, mussten die Niederländer die Kolonie jedoch aufgeben. Maurícia wurde portugiesisch. Erst 1710 wurde die Stadt in Vila do Recife umbenannt. 1823 wurde Recife anstelle von Olinda Hauptstadt von Pernambuco.

1930 überquerte LZ127 „Graf Zeppelin“ zum ersten Mal nonstop den Südatlantik von Sevilla (Spanien) nach Recife. In Recife befand sich ein Ankermast, an dem die Luftschiffe im Transatlantikverkehr anlegen konnten.

Seit 2001 ist João Paulo (PT) Bürgermeister, er wurde 2004 mit 56,1 % der Stimmen wieder gewählt.

 

Statistische Daten 

Gemäß IPEA betrug das BIP pro Kopf im Jahr 2002 7.822 Real (siehe auch Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf).

Im Jahr 2000 hatte(n):

  • 96,2 % der Einwohner Versorgung durch die städtische Müllabfuhr
  • 88,0 % der Einwohner Zugang zu Leitungswasser
  • 58,1 % der Einwohner einen Kanalanschluss
  • die Einwohner eine durchschnittliche Lebenserwartung von 68,6 Jahren
  • die Stadt 8.875 Spitalsbetten
  • die Kindersterblichkeit einen Wert von 38,0 Promille

 

Kriminalität:

2005 hatte Recife mit 95,8 Morden/100.000 Einwohnern die höchste Mordrate des Landes. Die Opfer sind hauptsächlich Jugendliche im Alter zwischen 14 und 29 Jahren.

Haiangriffe 

Recife ist auch berüchtigt für seine erhöhte Anzahl von Haiangriffen. Bei 50 Haiangriffen auf Menschen wurden 18 Personen tödlich verletzt und 32 schwer. Besonders gefährlich sind die Strände Boa Viagem, Pina und Piedade, vor allem Surfer sind abends und in den frühen Morgenstunden besonders gefährdet. Verantwortlich für die Angriffe sind hauptsächlich Bullenhaie, welche in den Küstengewässern vor Recife eine größere Population bilden, im geringeren Maße auch Tigerhaie und Hammerhaie. Menschen gehören nicht zur natürlichen Beute dieser Haiarten, der Umstand, dass besonders um Recife viele fatale Begegnungen zwischen Hai und Mensch erfolgen, ist mit dem Ausbaggern des Hafens, Veränderung der Strömungsverhältnisse und Wanderung der Futterfische Richtung Strandregion, sowie dem Entsorgen von Müll im Meer zu erklären.

 

Internet:

Einge Seiten aus und über Recife finden Sie HIER 

 

São Paulo

São Paulo ist der größte industrielle Ballungsraum in Lateinamerika. Die rund 1000 deutschen Firmen im Großraum São Paulo bilden die weltweit größte Konzentration deutscher Industrie-Unternehmen. In der eigentlichen Stadt São Paulo leben etwa 11.017.000 Menschen, in der Agglomeration Grande São Paulo etwa 19.822.000 (Stand jeweils 1. Juli 2006). Damit ist sie eine der größten Metropolregionen der Erde und die bevölkerungsreichste Stadt auf der Südhalbkugel. Insgesamt gesehen ist São Paulo – je nach zugrundeliegender Statistik – die fünft- oder sechstgrößte Metropolregion auf der Welt.

Die Stadt ist durch zahlreiche Einwanderer aus aller Welt multikulturell geprägt mit wesentlichen portugiesischen, italienischen, deutschen, libanesischen und japanischen Einflüssen. Die Einwohner der Stadt São Paulo heißen „paulistanos“. Während mit „paulista“ eigentlich die Einwohner des Bundesstaats gemeint sind, verwendet man diesen Begriff auch häufig verallgemeinernd für die Bewohner der Metropole.

 

 

 Flughafen Guarulhos

 

 Flughafen  Congonhas

 

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Theater

Eines der bekanntesten Theater in São Paulo ist das „Theatro Municipal“. Ganz in der Nähe des Anhangabaú gelegen, ist dieses alte Gebäude eines der wenigen Überbleibsel von Anfang des 20. Jahrhunderts, die dem Bauboom noch nicht zum Opfer gefallen sind. Mit dem Bau wurde 1903 begonnen – in neobarockem Stil, inspiriert von der Pariser Oper – eingeweiht am 12. September 1911 mit der Oper „Hamlet“ von Ambroise Thomas.

Im Theater sind im 20. Jahrhundert eine Reihe der berühmtesten Künstler der Weltgeschichte aufgetreten, wie zum Beispiel Maria Callas, Enrico Caruso, Isadora Duncan, Benjamino Gigli, Vaslav Nijinski, Anna Pawlowa, Arthur Rubinstein, Magdalena Tagliaferro, Arturo Toscanini und viele andere.

Das Theater besitzt edle Glasfenster und zahlreiche Kunstwerke. Seine Inneneinrichtung ist in sechs Ränge unterteilt, deren Balkon-Fronten mit Blattgold verkleidet sind, und seine Kuppel präsentiert die verschiedenen Phasen des menschlichen Lebens. Der zentrale Lüster besitzt 260 Lampen und circa 6000 Kristallteile. Im Anschluss an das Gebäude liegt das Theater-Museum.

Museen

Erwähnenswert sind das „Kunstmuseum São Paulo“ (Museu de Arte de São Paulo), das die bedeutendste Kunstsammlung Südamerikas besitzt, und das Ipiranga-Museum mit seiner Ausstellung über brasilianische Geschichte.

Das „Museu de Arte Sacra“ beherbergt eine der besten Sammlungen sakraler Kunst in Brasilien, mit 4000 Stücken, von denen etwa 1000 ausgestellt sind – Altäre, Gemälde, Möbel, Kelche, Kreuze und Skulpturen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.

Das Gebäude ist im Kolonialstil errichtet und stammt aus dem Jahre 1774. Nahebei befindet sich die alte „Igreja de Nossa Senhora da Lúz“, mit den sterblichen Überresten des heiligen Frei Galvão, und daneben das „Presépio Napolitano“, mit den mehr als 1600 Einzelteilen eines italienischen Dorfes aus dem 18. Jahrhundert.

Im Parque do Ibirapuera befinden sich das „Museu de Arte Contemporânea“, mit einer sehenswerten Sammlung westlicher und südamerikanischer Moderner Kunst, mit etwa 3000 Werken, darunter von Pablo Picasso und Amedeo Modigliani, das Gebäude der Biennale, in dem alle zwei Jahre die größte Weltausstellung moderner Kunst stattfindet, das „Museu de Arte Moderna“, das „Museu da Aeronáutica“ (Luftfahrtmuseum) und das „Museu do Folclore“ (Folklore-Museum). In der durch Oscar Niemeyer erbauten „Oca“, einer Ausstellungshalle in Form einer liegenden Halbkugel, werden temporäre Ausstellungen gezeigt, so beispielsweise die große Picasso-Ausstellung anlässlich der 450-Jahr-Feiern der Stadt São Paulo.

Bauwerke

Anders als das wohlbekannte Rio de Janeiro wird São Paulo üblicherweise nicht als Touristenort betrachtet. Seine Attraktionen bleiben häufig unter dem städtischen Chaos verborgen. Das Stadtbild von São Paulo wird von vielen Hochhäusern geprägt, die aber bei weitem nicht so hoch sind wie in Manhattan. Das höchste Hochhaus in São Paulo ist das 170 Meter hohe „Mirante do Vale“ (bis 1988 Palacio Zarzur Kogan genannt), das zweithöchste mit 168 Meter das Edificio Italia, welches auch über ein Panoramarestaurant verfügt. Ein weiterer Aussichtspunkt befindet sich auf dem Edifício do Banespa.

Mindestens zwei große Brandkatastrophen ereigneten sich in diesen Hochhäusern und zwar 1972 im Andraus-Hochhaus und 1974 im Joelma-Hochhaus.

Viele Immigrantengruppen aus aller Welt haben die Stadt geprägt und einzelnen Stadtteilen ihre Charakteristik gegeben. São Paulo wird von manchen daher in ihrem multikulturellen Charakter mit New York verglichen. Es gibt wesentliche portugiesische, italienische, deutsche, japanische und libanesische Einflüsse.

Die größte Kirche der Stadt ist die im neogotischen Stil errichtete „Catedral Metropolitana“ – 1913 angefangen und erst 1954 eingeweiht. Sie hat ein Fassungsvermögen von 8000 Gläubigen, eine Länge von 110 Metern und eine durchschnittliche Breite von 46 Metern. Ihr Mittelschiff wölbt sich mehr als 30 Meter in die Höhe – und ihre beiden Türme sind 92 Meter hoch. Die italienische Orgel ist die größte Südamerikas. In der Krypta sind die sterblichen Überreste des Indianerhäuptlings Tibiriçá und die des Paters Diogo Antônio Feijó – des „Regente Feijó“ (1784–1843) untergebracht.

Das „Solar da Marquesa de Santos“ wird als das letzte Exemplar einer urbanen Wohngebäude-Architektur aus dem 18. Jahrhundert im Zentrum von São Paulo angesehen. Das alte Gebäude aus Taipa (Holzgerüst, verkleidet mit von Häcksel durchsetztem Lehm) ist 1843 von der Gräfin gekauft und in eine der aristokratischsten Residenzen von São Paulo umgebaut worden – es war auch unter dem Namen „Palacete do Carmo“ bekannt. Gegenwärtig beherbergt es die Sammlung des „Museu da Cidade“.

Nahe dem Stadtzentrum liegt der „Mercado Municipal“, die alten Markthallen von São Paulo, auch unter dem Namen „Mercado Central“ bekannt. Die überdachten Hallen – sie wurden kürzlich vollständig renoviert – sind 1933 eröffnet worden, haben eine Innenraumhöhe von zehn Metern, runde Stützsäulen und schöne, aus Deutschland eingeführte Glasfenster mit landwirtschaftlichen Motiven. Sie sind ein wichtiges Zentrum zum Einkaufen und Zeitvertreib, mit einer großen Auswahl an Produkten, von Gemüsen und Früchten bis zu Gewürzen und exotischen Delikatessen, die in ganz São Paulo nur dort käuflich zu erwerben sind. Er ist außerdem der einzige Markt, auf dem man bestimmte Früchte stets auch außerhalb der Saison kaufen kann.

Im Stadtteil Ipiranga liegt das „Museu Paulista“, auch „Museu do Ipiranga“ genannt, inmitten des „Parque Independência“ (Unabhängigkeitspark), einer an die Gärten von Versailles angelehnten Gartenanlage mit dem Monument der Unabhängigkeit und der „Casa do grito“, dem Haus, nahe dem 1822 die Unabhängigkeit ausgerufen wurde.

In der Umgebung der Stadt ist die 1867 eröffnete „Sierra Incline“ in Paranapiacaba eine viel besuchte Sehenswürdigkeit. Die Sierra Incline ist die Bezeichnung für die Schienenseilbahn im Küstengebirge „Serra do Mar“, an der Bahnlinie von São Paulo nach Santos. Diese elf Kilometer lange elektrifizierte Bahn ist zusammen mit der italienischen Schmalspurbahn von Triest nach Opicina die einzige heute noch existierende Schienenseilbahn der Welt.

Parks

Der Parque do Ibirapuera ist der interessanteste Park der Stadt. Er bietet auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratmetern neben gestalteten Gärten und Seen auch Kultur, zum Beispiel das Planetário, ausgerüstet mit den modernsten Geräten der Weltraumforschung.

Ibirapuera ist zweifellos eine der wichtigsten Grünanlagen São Paulos – sie wurde im Jahre 1954, anlässlich der 400-Jahrfeier der Stadtgründung, eingeweiht. Vom Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx angelegt, sind im Park die wichtigsten, einheimischen Gewächse Brasiliens versammelt. Bei der Gestaltung der Pflanzungen wurde explizit darauf geachtet, indigene Pflanzen anstelle von importierten Arten zu verwenden. Der Park wird oft auch als São Paulos „Central Park“ bezeichnet und ist sonntags eines der Hauptausflugsziele der Paulistanos.

Auf dem Gelände befinden sich neben einer Anzahl Museen, der „Velódromo“, ein Parcours für Fahrrad- und Motorrad-Rennen, ein mit Aluminium überdachtes Stadion für Hallensport, mit Platz für 20.000 Zuschauer, der „Pavilhão Japonês“, ein japanischer Pavillon, original aus Japan importiert, mit einem Salon für die Tee-Zeremonie und viele Fuß- und Radwege.

Sport 

Fußball ist in Brasilien Nationalsport und São Paulo ist eine der Fußballhochburgen des Landes. In der Stadt befindet sich das weltgrößte private Sportstadion Morumbi. Es hat eine Kapazität von 80.000 Zuschauern und ist Spielort des Fußballvereins São Paulo Futebol Clube, des viermaligen Landesmeisters von Brasilien der Jahre 1977, 1986, 1991 und 2006. Anhänger des São Paulo FC nennt man gemeinhin „são-paulinos“ oder, wegen der einfacheren Aussprache, auch „sanpaulinos“.

Weitere bekannte Fußballmannschaften der Stadt sind der sechsmalige Landesmeister Sociedade Esportiva Palmeiras (1967, 1969, 1972, 1973, 1993, 1994), Spielort Parque Antártica-Stadion (Kapazität 32.000 Zuschauer) sowie der viermalige Landesmeister SC Corinthians Paulista (1990, 1998, 1999, 2005), Spielort Pacaembu-Stadion (Kapazität 45.000 Zuschauer).

Ein weiterer Fußballverein aus São Paulo ist Portuguesa. Die Mannschaft spielt im Caninde-Stadion mit einer Kapazität von 27.500 Zuschauern. Daneben gibt es noch eine Reihe von kleineren Vereinen, von welchen mit Sicherheit der Clube Atletico Juventus der kurioseste ist. Da sich die italienischen Einwandererbrüder Crespi nicht auf einen gemeinsamen Nenner für den von ihnen gegründeten Klub einigen konnten, nahmen sie kurzerhand den Namen von Juventus Turin und die Farben des Stadtrivalen AC Turin. Clube Atletico Juventus spielt im traditionsreichen Rua Javari Stadion (Kapazität 9061 Zuschauer).

Neben Fußball sind auch Volleyball, Tennis und Autorennsport in São Paulo sehr beliebt. So stammen mit Chico Landi (1907–1989), Ayrton Senna (1960–1994), Rubens Barrichello und Felipe Massa einige der ehemals und gegenwärtig besten Formel 1-Rennfahrer aus der Stadt. Neue Aktivsportarten wie beispielsweise Surfen, Windsurfen und Drachenfliegen finden in São Paulo, wo die nicht weit entfernte lange Küste und das günstige Klima hervorragende Bedingungen bieten, einen ständig wachsenden Zuspruch. Für Aerobic, Bodybuilding und Gerätegymnastik stehen zahlreiche Fitnessstudios zur Verfügung.

In São Paulo findet der weltweit bekannteste Silvesterlauf statt.

Geographie

Die Stadt liegt im Südosten Brasiliens 80 Kilometer vom Atlantischen Ozean entfernt im Hochbecken der Flüsse Rio Tietê und Rio Pinheiros, durchschnittlich 795 Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 1523 Quadratkilometern und erstreckt sich ungefähr 60 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 80 Kilometer in Ost-West-Richtung.

Die Metropolregion Grande São Paulo umfasst außer der Stadt São Paulo als Kernzone 38 weitere Städte mit einer Gesamtfläche von 8051 Quadratkilometern. Das überbaute Stadtgebiet der Region mit einer Fläche von 2139 Quadratkilometern hat seit 1980 um 764 Quadratkilometer zugenommen[2].

Zwanzig Kilometer hinter der Hafenstadt Santos steigt die im Brasilianischen Bergland gelegene Serra do Mar schnell bis auf durchschnittlich 1200 Meter an und fällt dann auf die Hochebene von São Paulo ab. Santos und São Paulo verbindet ein natürlicher Pass über die Serra do Mar. Die Hochebene von São Paulo ist aber nicht flach, sondern ein Hügelland, so dass sich auch die Stadt São Paulo über zahlreiche Hügel erstreckt.

Nur etwa ein Drittel des Wassers im Rio Tietê ist natürlichen Ursprungs, und auch die für die städtische Wasserversorgung wichtigen Stauseen im Süden São Paulos sind durch die Einleitung nicht geklärter Abwässer ungeplanter Wohnsiedlungen und Favelas kaum noch für die Gewinnung von Trinkwasser nutzbar. Die Folgen sind Geruchsbelästigung der Bevölkerung, Eutrophierung und ein unzumutbarer Geschmack des Leitungswassers sowie hohe Kosten für das Erreichen von Trinkwasserqualität.

Geschichte 

São Paulo wurde am 25. Januar 1554, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus, vom spanischen Padre José de Anchieta, einem jesuitischen Missionar, um ein Jesuiten-Kloster gegründet. Für lange Zeit blieb das Gebiet isoliert, da die Produktivität der dortigen Zuckerrohrplantagen nicht besonders hoch war; die Bewohner betrieben Subsistenzwirtschaft. Erst im 17. Jahrhundert wurde in der Gegend Weizen für den Export angebaut.

Die Siedlung wurde nacheinander Hauptstadt des Kapitanats São Vicente (1681) und des Kapitanats São Paulo (1710). Die Jesuiten hatten von dem an der Küste des mittleren Brasiliens auf dem südlichen Wendekreis gelegenen portugiesischen Stützpunkt São Vicente aus – beim heutigen Santos – den von tropischen Regenwäldern überzogenen, zum Teil über 1000 Meter hohen Steilabfall des Küstengebirges (Serra do Mar) überwunden und in einem Hochbecken in circa 800 Metern über dem Meeresspiegel die erste europäische Siedlungsgründung auf dem Hochland vorgenommen.

1711 ist São Paulo auf Grund der strategisch günstigen Lage in der Nähe eines Passes über die Serra do Mar das Stadtrecht verliehen worden. Am 7. September 1822 wurde in São Paulo die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal erklärt. São Paulo blieb bis in die 1870er Jahre relativ unbedeutend, obwohl die portugiesischen Einwanderer teilweise vermischt mit der indianischen Hochlandbevölkerung, im 16. und 17. Jahrhundert von São Paulo aus als Bandeirantes („Bannerträger“) weite Gebiete im zentralen Teil von Brasilien durchstreiften und als Sklavenjäger die berüchtigten Raubzüge zum Fang der Indianer unternahmen, die den Besitzern der Plantagen im Küstentiefland die beim Zuckerrohranbau benötigten Arbeitssklaven beschafften.

 

Kriminalität:

São Paulo gehört neben Rio de Janeiro und Recife zu den Städten mit der höchsten Kriminalität in den Bereichen Diebstahl, Gewalt, Raub, Mord und Drogenkonsum in Brasilien. Im Bereich der Prostitution sind Zuhälter besonders in Verbindung mit Menschenhandel und Zwangsprostitution oft Teil organisierter Kriminalität oder werden von entsprechenden Organisationen (Mafia) kontrolliert. Die Stadtteile Jardim Ângela und Capão Redondo im Süden der Stadt besitzen mit die höchsten Mordraten der Welt, in Jardim Ângela beträgt die Mordrate 166,2/100.000 Einwohner.

Der bewaffnete Konflikt mit der Mafia-Organisation PCC (Erstes Hauptstadtkommando) erreichte 2006 beinahe bürgerkriegsähnliche Zustände, man spricht vom sogenannten „Guerra Urbana“. Im Mai 2006 kam es in der Region in einer konzertierten Aktion der PCC zu mehreren hundert Angriffen auf staatliche Sicherheitskräfte, Busse, Wohnhäuser von Polizisten, Banken und Geldautomaten sowie zu Gefängnisrevolten. Grund war die Verlegung von 765 inhaftierten Mafia-Mitgliedern in Hochsicherheitsgefängnisse. Bei den Angriffen und den Gegenmaßnahmen der Polizei starben 170 Menschen, darunter 41 Polizisten und Gefängniswärter

 

 

Internet:

Einge Seiten aus und über São Paulo finden Sie HIER  

 

Geschichte

Traditionell wird vertreten, dass die ökologischen Bedingungen im Amazonasbecken das Aufkommen von bevölkerungsstarken Hochkulturen wie im Andenraum nicht zuliessen und man deshalb von einer dünnen Bevölkerung aus nomadischen oder halbnomadischen Gruppen von Jägern und Fischern ausgehen muss, die in geringem Umfang auch Ackerbau trieben.

 

Neuere Forscher haben die Hypothese aufgestellt, dass die Aktivitäten der einheimischen Völker vor der Kolonialisierung weit über das bisher angenommene Ausmaß hinausgingen. Demnach hätten die Ureinwohner durch systematische Anpflanzung und Verbreitung von Pflanzenarten sowie Bodenverbeserung das Ökosystem des Amazonasbeckens erst geschaffen. Auch ihre Ansiedlungen -etwa auf der riesigen Flussinsel Marajó- seien demnach weit größer gewesen als bisher angenommen.